Eine Wohnung in Düsseldorf, ein Haus in Miami und Jobs auf der ganzen Welt: Als international gefragtes Model ist Dave Gordon ständig unterwegs. Und so sehr der 33-Jährige die Vielseitigkeit seines Berufes auch liebt: Viel Zeit für Sport bleibt ihm in der Regel nicht. Fit sein muss er trotzdem – schließlich ist sein Körper sein Kapital. Wir wollten von ihm wissen, wie er es dennoch schafft, zwischen Castings, Shootings und Reisen in Form zu bleiben, mit wem er am liebsten schwitzt und warum Urban Heroes das perfekte Fitness-Konzept für ihn ist.

„Wenn die Leute mich sehen, denken die oft, ich sei arrogant und hätte nichts in der Birne“, erzählt Dave mir grinsend, als wir uns zum Interview bei Urban Heroes treffen. Eine Tatsache, die ich nicht ganz nachvollziehen kann – abgesehen davon, dass er gut aussieht, hat er nämlich auch eine unglaublich positive und gelassene Ausstrahlung. Attraktiv? Keine Frage. Arrogant? Kein Stück! Fragt man ihn nach seiner größten Motivation, kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen: „Das Leben an sich!“ Kein Wunder: Aufgewachsen in eher ärmlichen Verhältnissen, musste Dave ziemlich früh lernen, dass einem nichts geschenkt wird – und wie wertvoll scheinbar Selbstverständliches sein kann. „Meine Familie bedeutet mir alles, deshalb zieht es mich auch immer wieder zurück nach Düsseldorf. Es tut gut, nach Hause zu kommen und daran erinnert zu werden, wo man herkommt – besonders bei dem Hype, den man als Model häufig erlebt.“

Du hast dich 50 Minuten bei Urban Heroes ausgepowert. Mit welchem Gefühl verlässt du die Session? „Ich bin völlig fertig und fühle mich high, weil ich komplett frei von Stresshormonen bin – die 50 Minuten sind für mich wie eine Art Meditation, in der ich den Tag hinter mir lassen kann. Ein sehr geiles Gefühl!“

Ferne Länder besuchen, neue Kulturen entdecken und an Locations arbeiten, die kaum ein Tourist zu Gesicht bekommt: Das Reizvollste an seinem Job ist für Dave ganz klar das Reisen. Nur: Wie schafft man es, seine Fitness-Routine aufrecht zu erhalten, wenn man jede Woche an einem anderen Ort ist? Die Antwort: Gar nicht. Eine Routine braucht man nämlich nicht – sondern Flexibilität! „Ich versuche, mein Training so variabel wie möglich zu gestalten und passe mich der jeweiligen Umgebung an. Kürzlich war ich auf den Malediven – da hat es sich angeboten, am Strand laufen zu gehen, Liegestütze und Burpees zu machen. Bin ich in Düsseldorf, trifft man mich im Boxstall. Und in Hamburg lasse ich natürlich keine HIIT-Session bei Urban Heroes aus.“

Was ihm an Urban Heroes so gut gefällt? „So eine Atmosphäre habe ich bisher noch nirgendwo erlebt, das hat mich von Anfang an begeistert. Ich mag die laute Musik, die Gruppendynamik und das dunkle Licht – selbst mit 40 Leuten im Raum fühlst du dich nicht beobachtet und kannst dich ganz auf dich konzentrieren. Für mich ist HIIT ohnehin das beste Training, um Muskeln aufzubauen und Fett zu verbrennen.“ Natürlich spielt auch eine ausgewogene Ernährung eine wichtige Rolle – auch die fällt aber nicht ganz so leicht, wenn man ständig durch die Weltgeschichte jettet. Dave schwört daher auf Protein-Shakes: „Abgesehen von Salaten findet man am Flughafen ja nicht wirklich gesundes Essen – und die machen mich nicht satt, weil ich einen ziemlich guten Stoffwechsel und einen hohen Energiebedarf habe. Low Carb würde für mich daher auch niemals funktionieren – ich brauche schon Kartoffeln, Pasta und esse generell, worauf ich Lust habe. Auf Reisen ist Protein-Pulver meine Rettung – das ist schnell gemixt und liefert mir Energie und Eiweiß.“ Sein Lieblings-Shake bei Urban Heroes?  „Ganz klar: Der Iron Man mit Banane, Erdnussmus, Espresso und Haferflocken!“

„Mein liebster Workout Buddy? Meine Mama!“

Zum Modeln kam Dave übrigens auch über den Sport – allerdings hat es eine ganze Weile gedauert, bis er sich mit dem Gedanken anfreunden konnte. „Ich habe damals Basketball in der zweiten Liga gespielt. Ein anderer Spieler, der selbst modelte, fragte mich, ob ich mir das nicht auch vorstellen könnte und gab mir den Kontakt seiner Agentur. Ich fand das total absurd und habe mich nicht gemeldet.“ Einen Monat später wurde er auf der Straße angesprochen, zwei Wochen darauf in einem Club – und ehe er sich versah, hatte er sein erstes Shooting in Athen. Dass er einmal so erfolgreich sein würde, hätte er niemals gedacht. Aber er ist davon überzeugt, dass es wichtig ist, unverkrampft an neue Dinge heranzutreten und seinen Horizont stets offenzuhalten. „Alles andere kommt von selbst: Wenn du happy bist, kommt der Erfolg und wenn du erfolgreich bist, kommt das Geld – wobei mir das nicht mal wichtig ist. Wenn ich später auf mein Leben zurückblicke möchte ich einfach sagen können, dass ich jede Sekunde davon genutzt habe.“

Je mehr es mit seiner Karriere bergauf ging, desto seltener wurde die gemeinsame Zeit mit seinen Lieblingsmenschen – zum Glück hat Dave aber einen ziemlich genialen Weg gefunden, Fitness und Family unter einen Hut zu bekommen. Sein liebster Workout Buddy ist – neben seiner Freundin Olga – nämlich eine ganz besondere Lady: „Meine Mama!“ Die bringt ihrem Sohn nicht nur jedes Mal ein Handtuch, einen Liter Wasser und einen frisch gepressten Orangensaft zum Training mit, sondern zieht laut Dave auch „so richtig durch“ – und das mit stolzen 72 Jahren! So, liebe Heroes – wie war das nochmal mit den faulen Ausreden?