Oleg, welchen Titel hast du dir bei Urban Heroes redlich verdient – „Mr. Eiserne Disziplin” vielleicht?

Ja, das geht schon in die Richtung. „Mr. Anstrengende Sessions“, „Mr. Hardcore“, „Mr. Blutschwitzen.“ Trainierende dürfen mich während der Session hassen, ich erlaube es offiziell.

Warum? Wie laufen deine Classes ab?

Meine Workouts sollen hart, aber auch zu schaffen sein. Mir ist es lieber, wenn die Trainierenden danach völlig fertig sind, aber glücklich, es durchgezogen zu haben – statt unterfordert mit dem Wissen, sie hätten vielleicht doch mehr geben können.

Wie habt ihr beiden euch gefunden – Urban Heroes und du?

Über Freunde. Urban Heroes war auf der Suche nach Trainern für HIIT-Classes und eine gemeinsame Freundin meinte, ich sei genau der Richtige dafür.

Und was meintest du?

Ich hatte schon als Fußball-Coach Jugendmannschaften trainiert, nie aber Erwachsene in HIIT, das war schon Neuland für mich. Ich war eher zögerlich, wollte nicht der Fitnesslehrer für’s klassische „Bauch-Beine-Po” sein. Jo überzeugte mich aber, mir das Workout anzusehen. Und vor allem mitzumachen.

Erinnerst du dich gut daran?

Oh ja.

Wie war’s?

Die erste war eine 35-Minuten-Session. Die ging noch. Aber bei der nächsten – 50 Minuten bei Dany – hab’ ich nur gedacht ‚Wann ist es endlich vorbei? Es war hardcore und hat gleichzeitig echt Spaß gemacht! Ich kann unsere Newbies also in jeder Hinsicht verstehen.

Was an Urban Heroes bist voll du?

Härte. Harte Workouts. Es sich unbequem machen.

Hat Urban Heroes deine Trainingsgewohnheiten verändert?

Fitness und Leichtathletik habe ich schon immer gemacht, 23 Jahre Fußball gespielt – auch Regionalliga. Jetzt, mit fast 30, mache ich Sport gezielter. Bei Urban Heroes habe ich das Krafttraining voll für mich entdeckt.

Woran arbeitest Du gerade am härtesten?

Ich arbeite kontinuierlich an meiner Selbstzerstörung! 😀 Eigentlich arbeite ich immer daran, über dem Level zu liegen, in dem ich mich gerade wohl fühle. Zurzeit sind es mehr Gewichte.

Gab es in deinem Leben diesen einen Moment, in dem das Hobby zur Berufung wurde?

Es war eher anders ’rum: Es ging vom Beruf zum Hobby. Den einen Moment gab es auch nicht wirklich. Es hat sich einfach entwickelt.

Was liebst du am Instructor-Dasein bei Urban Heroes?

Ich mag es, Leute dabei zu begleiten, wenn sie ihre Komfortzone verlassen. Wenn sie schon alles gegeben haben und eigentlich gar nicht mehr können, aber dann tatsächlich noch eins drauf setzen, wenn ich sie pushe! Das ist eine tolle Erfahrung – für die Trainierenden, aber auch für mich.

 

Hast du eine Lieblings- und eine Hass-Übung:

Ich hasse sie alle! 😀

Body or Mind – worauf kommt es dir im Workout an?

Ganz klar beides. Das Zusammenspiel von mentaler und körperlicher Stärke – gleichermaßen wie gehöriger Ehrgeiz und eiserne Disziplin!

Mit was für Musik pusht du?

Hauptsächlich House und Elektro, ich entwickle meine Playlists aber immer weiter. Wird das Workout richtig anstrengend, gibt es schnelle und treibende Beats auf die Ohren!

Worauf achtest du selbst bei Workouts von anderen Trainern?

Auf die ersten zwei, drei Minuten der Session. Die bestimmen oft die Entwicklung des gesamten Workouts. Und auf die Ausstrahlung, das Pushen und Motivieren der Trainer.

Was macht in deinen Augen einen brillanten Instructor aus?

Ein gutes Gespür für die Trainierenden.

Deine 3 ultimativen Ratschläge für Trainierende:

1. Geht frei und objektiv in die Classes.
2. Experience ist was Gutes: Ihr werdet nicht besser, wenn ihr auf dem gleichen Level bleibt.
3. Nehmt mehr Gewichte, Ladies – ruhig die 5- und 7,5-Kilo-Hanteln. Das Krafttraining verdrängt Fett durch Muskulatur. Und die wird durch Kraft- und Ausdauertraining nicht massig 😉

 

Was sind in deinen Augen die größten Fitnesslügen?

Nur Cardiotraining zu machen, um schlank zu werden. Und EMS-Training.

Was hast du eigentlich über deine interessanten Trainingsschuhe [Vibrants] zu sagen?

Ich sage, wir stecken viel zu oft in Schuhen. Dabei spricht Barfußlaufen alle Reflexzonen an und setzt wichtige Abläufe im Körper in Gang. Mir helfen sie beim Sport dabei, mich besser einzuschätzen: wie ich auftrete, welche Kraft ich dabei einsetze.

Welche Superkräfte hättest du am liebsten?

Eine Zeitmaschine – zurückwandern und es vielleicht anders machen oder Erlebnisse wieder aufleben lassen.

Kieler Sprotte oder Hamburger Jung – was magst du an deinen beiden Wahlheimaten?

Die Sommer in Kiel durch die Nähe zum Strand und die Vielseitigkeit und Lifestyles von Hamburg. Es gibt aber immer einen Ort, an dem ich lieber wäre. Welcher das ist, weiß ich noch nicht. Vielleicht die Malediven?

Was würdest du dahin mitnehmen?

Freunde und Familie. Was braucht man mehr?

Essen: Was geht immer, was nie?

Quark geht immer. Haferflocken, Leinsamen, Erdnussbutter und gefrorenes Obst – das alles in den Mixer. Nie geht Rosenkohl.

Was gab’s denn heut’ zum Frühstück?

Müsli und ich hab’ mir einen Smoothie gemacht. Dann Zwischenmahlzeiten. Dann Mittagessen

Ich habe gehört, du hast deine eigene Shake-Kreation bei Urban Heroes?

Ja, den Detoxer mit Avocado, Gurke, Ananas und Zitrone.

Was muss denn ein guter Protein-Shake können?

Das, was unser Iron Man-Shake kann 😉 Den gab’s aber schon, bevor ich hier angefangen habe. Das war im Oktober 2016.

Deine Antwort auf „Sport ist Mord“?

Stimmt!

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Oleg gibt inzwischen mit Vorliebe die 50-Minuten-Classes. Dann und wann werdet ihr ihn auch in Classes anderer Trainer treffen. Er sprintet dann gern oberkörperfrei – mit Vibrants – auf dem Geschwindigkeits-Level 20 mit 15-prozentiger Steigung. Und hat euch selbst dann im Blick. Was seine Mama über ihn sagt? Ein stoischer Sportnarr. Was Urban Heroes-Gründerin Jo über ihn sagt? Hart aber herzlich. Was Trainierende an ihm schätzen? Er glaubt mehr an sie, als sie selbst an sich. Und er behält Recht.
Make sure to meet Oleg!