Die Protagonistin unserer heutigen Hero Journey wurde etwas unfreiwillig in ihre Rolle gesteckt. Mit gerade mal 23 Jahren, kurz nach ihrem Master in BWL, übernimmt Zoë Andreae plötzlich die Geschäftsführung des Familienunternehmens LECARE. Die Firma wurde vor 36 Jahren gegründet, entwickelt Software für Juristen und ist zum Teil sogar Vorreiter in diesem Bereich.

Zunächst sah es danach aus, als würde sie nur kurz den Laden schmeißen, dann hat sich aber herausgestellt, dass ihr Vater nicht zurück an die Spitzer der Firma kehrt und all die Verantwortung nun bei der jungen Neu-Chefin liegt.

Zoë Andreae ist gerade mal 29, musste in den vergangenen Jahren im Speed Tempo reifen und hat unglaublich viele Herausforderungen meistern müssen. Im Podcast Talk spricht sie mit Natalie über ihren fordernden Alltag, Selbstorganisation, Freizeit und die Liebe zum Sport. 

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Die wichtigsten Parts aus dem Interview haben wir dir hier zusammengefasst. 

Zoë, du bist noch keine 30 und hast beruflich schon mehr gerissen als viele in ihrer gesamten Laufbahn – seit 2017 bist du CEO von eurem Familienunternehmen LECARE, ihr bietet Software-Lösungen für Rechtsabteilungen. Wie sieht dein Alltag aus? Wie organisierst du dich? 

Mein Alltag ist momentan recht sportlich struktureiert. Von Montag bis Freitag ist die Firma mein Hauptthema. Es macht mir aber enorm viel Spaß. Unsere Software Firma ist nicht besonders groß, auch wenn wir wirklich enorm große Kunden haben. Wenn man sich unser Unternehmen anschaut, sind es etwa 20 Menschen, die Hälfte davon sind Entwickler. Wir sind alle super geeky, im Herzen sind wir alle Geeks. Wir haben in den letzten Jahren beispielsweise unser Marketing komplett neu strukturiert, neue Abteilungen aufgebaut, ein ganzes Customer Success Team ist dazugekommen. Das Know How war vorher in der Firma noch nicht vorhanden und ich habe viele tolle neue Menschen eingestellt. 

Welche Rolle spielt Sport für dich im Alltag? Und inwiefern hilft dir Sport, insbesondere das Workout in der Red Zone, im Alltag? 

Sport ist für mich ganz essentiell. Ich weiß noch genau, als ich 2017 in die Firma eingestiegen und dafür wieder von Berlin nach Hamburg gezogen bin, habe ich genau nach einer Option gesucht, wo ich fokussiert Sport machen kann. Ich bin überhaupt nicht der Mensch, der sich in einem normalen Gym anmeldet und einmal im Schaltjahr da vorbeischaut. Mir sind die Übungen zwar alle bekannt aber ich finde, sich alleine dazu zu motivieren, ist schwer. Ich bin so froh, dass ich in der Situation auf Urban Heroes gestoßen bin! Es ist für mich ganz wichtig, regelmäßig die Möglichkeit zu haben, bei Urban Heroes so fokussiert und so intensiv Sport machen zu können, weil es für mich als Ausgleich und zum Stressabbau enorm wichtig ist. Bei mir persönlich führt das zu einer Entspannung, weniger Stress und gibt mir im positiven Sinne viel mehr Leichtigkeit, macht meinen Kopf klar. Neben Urban Heroes gehe ich auch Laufen, mache Pilates und mal Spinning. So habe ich einen guten Mix. 

Ich muss mir das allerdings genau einplanen, mein Kalender ist Montag bis Freitag voll mit Work. Aber ich plane Sport aktiv ein, denn sonst passiert er nicht. Oft plane ich das Wochen im Voraus, bevor der Kalender montags voll ist und kein Platz mehr für Sport da ist. Ich bin kein Frühaufsteher und gehe lieber abends zum Sport, um danach mein Privatleben auszuleben, Freunde zu treffen. In der Woche arbeite ich abends manchmal noch lange, dann ist Urban Heroes Workout ein idealer Break. Wenn ich zum Training gehe, bin ich danach nochmal richtig fresh! 

Wie war dein Gefühl nach deiner ersten Urban Heroes Session?

Das war Anfang 2017. Gott, ich hatte SO Angst! Ich glaube, das geht jedem so, der zum ersten Mal zu Urban Heroes geht. Dann war ich da und es war so cool, ich habe es so gefeiert! Diese schnellen Wechsel zwischen Sprints, Boden, Bergauf laufen… Und merkst du so, es ist schon wieder vorbei! Dieses Gefühl danach, die Endorphine, man hat was geschafft, es ist effektiv und fokussiert, man geht raus und denkt sich, man hätte gerade die Welt erobert. Dazu das Community Gefühl, weil alle im selben Boot sitzen und alle gemeinsam „leiden“. Wenn alle neben dir Gas geben, motiviert das nochmal mehr! 

Was denkst du, was macht das Workout bei Urban Heroes so besonders? Wieso ist es “simply great”, wie du vor dem Interview so schön gesagt hast? 

Ich würde sagen, es ist simply great, weil man wirklich an seine Grenzen stößt. Man wird richtig gefordert, man ist ausgepowert, dieses stolze Gefühl und die Endorphine danach…!  

Für mich war es im Leben immer wichtig, gefordert zu werden. Ich wurde auch viel gefördert und das ist auch schön, aber gefordert werden ist viel wichtiger. Das ist auch mein Lebensmotto, das mir mein Mentor vor einigen Jahren gesagt hat. Er sagte: „Zoë, weißt du warum ich so erfolgreich bin im Leben? Ich habe immer mehr gemacht als die anderen.“ Dieser Satz hat sich bei mir so eingebrannt, denn dieser Mensch ist wirklich wahnsinnig erfolgreich. Seitdem versuche ich das auch zu leben, habe neben meiner Arbeit noch fünf Online Universitätsabschlüsse gemacht um immer up to date zu bleiben. Ich gebe mich nicht mit dem Status Quo zufrieden. Für viele ist das bestimmt in Ordnung, aber ich muss mich immer neu challengen. Bei Urban Heroes kannst du dieses Fordern in deinem eigenen Pace machen. Ob du die 6 oder 8 Kilo Hantel nimmst oder auf 16 oder 18 sprintest, ist dir überlassen. 

Was ist deine Interpretation von dem Begriff Superhero – über die Red Zone hinaus gedacht? 

Ich glaube, Superhero ist eigentlich ein Gefühl. Ich glaube, jeder kann seinen inneren Superhero zum Leben erwecken, wachsen lassen und entfalten. Dabei ist erstens die Frage: Will ich das überhaupt? Kenne ich den Superhero in mir? Und wie kann ich ihn entfachen? 

Wenn man Bock darauf hat, glaube ich geht das nur durch Challenges. Sachen machen, die man sich nicht so easy trauen würde, sich was trauen. Das kann in allen Lebenslagen sein, beim Sport aber auch Privat oder im Beruf. Manche Dinge waren im Beruf für mich irre schwer, aber ich habe darüber reflektiert und überlegt, wie ich das angehen und lernen kann. Manche Dinge machen mir immer noch keinen Spaß aber ich weiß, wie ich sie angehe.

Wie gehst du persönlich mit Rückschlägen um? Für Superheroes gehören die ja zum Wachstum dazu. 

State the obvious: Mit 23 die Geschäftsführung zu übernehmen, nachdem ich vorher zuletzt Praktikantin in einem Venture Capital Unternehmen war, der Job war ein bisschen krass! Da gibt es 500 Dinge, die ich an Tag eins nicht konnte. Das ist aber vollkommen ok. Ich musste ja nicht allen beweisen, dass ich alles kann, sondern bin ehrlich da ran gegangen. Das hat mir geholfen. Ich habe geschaut, welches meine Themen sind und welche ich abgeben kann. Das Delegieren fiel mir am Anfang schwer, weil ich dachte, ich muss alles selbst machen und super perfekt machen. Mittlerweile habe ich diesen Perfektionismus abgelegt, die 80-20 Regel ist sehr wichtig. Ich habe verschiedene Coaches und Berater in verschiedenen Bereichen. Ich glaube, es ist wichtig zu erkennen, dass man nicht alles können kann. Es ist viel sinnvoller, nach seinen Stärken zu spielen und sich in den anderen Bereichen Unterstüztung zu holen. 

Bock auf mehr Deeptalk zum Karriere und Sport Superhero? Hör dir die ganze Podcast Episode mit Zoë Andreae an!