MEET ORIGINAL HERO LARS MATTHIESEN!

 

Draußen sind 10 Grad. Während ich nach der Xpress Class langsam auskühle und mit einem Tisch im Innern des Cafés liebäugle, trinkt Lars seinen Americano pur und entspannt draußen im T-Shirt. Und das eine Stunde lang, ohne auch nur im Ansatz zu frieren. Was steckt hinter dieser Coolness? Nach zwei Jahren Hero Journey wollen wir die Details wissen.

 

Es steckt in kaum jemandem so viel Drive und Bock auf Sport und Challenges wie in dir, Lars! Was ist da los? 

Tja, andere haben Spaß daran, sich am Wochenende mit Freunden zu besaufen. Ich find’s geil, mit Freunden zu trainieren oder an Wettkämpfen teilzunehmen. Sport und Freundschaft – das lässt sich perfekt verbinden.

 

War das schon immer so?

Nein, ich habe früher lieber mit Freunden gegrillt und viele Filme geschaut. Klar war ich eine Weile auch im Fitnessstudio. Ich hab mich dann verabredet und gepumpt. Klassiker. Es hieß dann meistens “Hast’ heut’ Bock auf Beine?” – “Nee.” – “Sauna?” – “Ja.” – und schon war das Training vorbei.

 

Was hat dich früher zurückgehalten?

Ich hatte keine Ambitionen. Ich war lieber in meiner Komfortzone. Beim Basketball bin ich beispielsweise immer in der Verteidigung geblieben, ich habe nie in den Angriff gewechselt. Das hat sich 2011 erstmalig geändert.

 

Was ist dann passiert? 

Mir hat eine Ziege Beine gemacht! Und das nicht nur mal kurz um den Block: Ich bin aus dem Stand, völlig untrainiert, ganze 10 km am Stück gelaufen! Das hatte ich nie zuvor getan! Der Hintergrund war ein Firmenlauf für einen guten Zweck: Für jeden, der die 10 km schaffte, würde eine Ziege nach Afrika gespendet werden. Sie würde die Lebensgrundlage für eine Familie bilden. Das hat mich gebockt!

 

Du brauchtest offensichtlich ein Ziel. 

Ja! Es ging ja immerhin um die Lebensgrundlage einer Familie! Ich fand die Vorstellung cool, dass es klappen könnte und dass ich dazu beitragen würde. Auch deswegen war gar nicht ans Aufhören zu denken!

 

Du bist aus dem Stand 10 km gelaufen – wie ging’s dir dabei?

Ich sagte mir immerzu, dass ich nicht auf den 10 km sterben will! Ich hab mich an eine langsame Läuferin drangehängt. Die dann aber aufgab! Es war echt hart. Ich hab geschnaubt wie eine Dampflock und durch dicke Backen gepustet – irgendwo gibt es online noch ein Zieleinlaufvideo davon.


Wie hast du es trotzdem geschafft?

Ich habe meinem Kopf nicht erlaubt, vor meinen Beinen stehen zu bleiben. Hätten meine Beine aufgegeben oder mein Kreislauf – das wäre alles in Ordnung gewesen. Mein Kopf aber nicht! Das war keine Option für mich. Und obwohl ich keine Ahnung hatte, was ich laufen konnte, was mein Tempo war, zog ich den Lauf dann in 1:09h durch.


Was hat dir dieser Lauf bewiesen?

In erster Linie, dass ich laufen kann – auch 10 km am Stück, wenn’s sein muss. In zweiter Linie, dass ich etwas schaffen kann, wenn ich es will und drittens: dass ich ein Ziel brauche, auf das ich mich gedanklich einschießen kann.

Was kam als nächstes? 

Ich sagte mir, ‘Wenn ich jetzt schon laufen kann, dann kann ich ja weiterlaufen’. Ich wollte, dass es weitergeht – also lief ich mit Freunden bei Volksläufen mit und später meinen ersten Halbmarathon. Heute kann ich aus dem Stand einen Halbmarathon laufen!

Das ist großartig! Wie haben diese Erfolge dein Leben und dein Mindset beeinflusst?

Wenn ich heute mal keinen Sport treibe, dann fehlt mir etwas. Dafür bin ich einfach nicht mehr gemacht. Vor wenigen Jahren sagte ich mir noch “Ich muss für den Halbmarathon trainieren” – heute sage ich mir: “Ich will dafür trainieren!”. Dazu hat auch Urban Heroes maßgeblich beigetragen: Ich empfinde mein Training nicht als ein nötiges Übel oder als etwas, was gemacht werden muss. Sport ist mein Lifestyle!


Du trainierst seit der ersten Stunde bei Urban Heroes. Erinnerst du dich noch an deine ersten Sessions vor zwei Jahren?   

Ja, absolut. Die waren im Oktober 2016. Ich war ganz schön aufgeregt. Auf dem Laufband hatte ich kurz einen Flashback zu diesem allerersten Firmenlauf. Ich war heilfroh, als es runter auf die Steps ging, wo ich beherzt zur schweren Hantel griff – da skalierte ich aber schnell zu einer leichteren. In der nächsten Session hieß es dann “Keine Hanteln, nur das eigene Körpergewicht” – ich dachte ‘Super, das wird total einfach’. In Wahrheit war es eines der härtesten Workouts für mich. Aber auch das war total geil!

 

Auf welchem Ausgangsniveau warst du zu dieser Zeit?

Durch die Läufe hatte ich Ausdauer. Ich war aber in jedem Fall undefiniert, weder schlank noch übergewichtig. Eine meiner ersten Messungen zu dieser Zeit ergab, dass ich das Stoffwechselalter eines 43-Jährigen hatte – dabei war ich gerade mal 37! Es war nicht meine Prio, durch HIIT abzunehmen oder groß Muskelmasse aufzubauen. Aber den Effekt, den es hatte, fand ich ganz nice. Der war nicht von der Hand zu weisen.

 

 

Erzähl! Was sind die Resultate? 

Ich habe mein Stoffwechselalter um 23 Jahre gesenkt und mein Körperfettanteil ist um 8,1 Prozent geschrumpft! Zwischendurch war ich, wie man auf dem Foto sieht, sehr schlank. Durch das Training habe ich dann 7,8 kg Muskelmasse zugelegt und meinen Grundumsatz um 200 kcal erhöht! Das ist schon cool. Das heißt, ich kann jetzt 200 Kalorien mehr essen – eine ganze Packung Toffifee zum Beispiel – ohne etwas zu tun.

 

Wie hat dich das Training noch verändert? 

Es hat mich sensibilisiert für meine Gesundheit. Ich bin mir darüber bewusst geworden, dass mich Sport in vielerlei Hinsicht befreit. Zwar bin ich noch jung, aber ich will möglichst lange gesund und autark bleiben. Das ist eines meiner Ziele. Ein starker, gesunder Körper sieht ja nicht nur gut aus: Durch das Training investiere ich langfristig in meine Gesundheit – somit auch in meine Freiheit und in meine Unabhängigkeit.

 

Vor welcher HIIT-Übung hast du den größten Respekt? 

Ganz klar Core. Core ist fies. Ich meine keine spezielle Übung, ich meine die Summe aller Übungen in einem Core Set. Davor drücke ich mich gern. Meine Lieblings-Workouts sind klar Full Body!

 

Was magst du besonders an Urban Heroes? 

Zum einen, dass jedes Training anders ist. Ich wollte direkt nach meiner ersten HIIT Session, dass es weitergeht! Jeder Resident Hero ist eine Persönlichkeit, jeder fordert dich anders, aber alle pushen dich, alle ziehen dich mit! Mir war klar, dass ich mich hier weiterentwickeln würde.

 

Zum anderen?

Zum anderen sind hier viele neue Freundschaften entstanden. Ich habe von Tag 1 an Menschen getroffen, die genauso ticken wie ich: die Lust aufs Training haben und Bock auf neue Herausforderungen. Ich find’s toll, in so einer Community zu trainieren! Egal, ob du Millionär bist oder Student: Betreten wir den Red Room, wollen wir alle unsere Ziele erreichen! Das verbindet.

 

 

Hast du auch neue Routinen entwickelt? 

Ja, ich achte durch das Training viel mehr auf meine Gesundheit, ich habe das Gefühl, das passiert automatisch. Bewegst du dich, bewegt sich unweigerlich auch mental etwas in dir. Eine neue Routine ist, dass ich meine Arbeit für mein Wohlbefinden unterbreche. Es kann also sein, dass ich mittags trainiere oder dass ich besonders früh in der Firma bin, um eher am Nachmittag im Hub zu sein. Früher hat sich mein Privatleben eher an mein Berufsleben angepasst – heute hat meine Gesundheit oberste Priorität.

 

 

Wie steht es um die Competition? Du liebst ja Challenges!

Das stimmt! Ich habe erst kürzlich bei Urban Heroes speziell für HYROX trainiert. In Leipzig habe ich meine Generalprobe allein durchgespielt, in Hamburg waren wir dann mit 20 Leuten am Start (1:30:49), das war ein toller Moment! Jetzt bin ich in Wien. Mir geht’s aber nicht darum, schneller zu sein, als du oder er, mir geht’s auch nicht um Medaillen. Ich habe großen Spaß daran, mich selbst zu challengen. Überholst du mich, freu ich mich für dich!

 

What’s next? Was steht auf deiner Bucket List 2019? 

Ich habe mich bisher zu fünf Wettkämpfen angemeldet, die ersten beiden sind die HYROX Challenges in Hannover und Köln im Januar und April. Und eine oder zwei Reisen irgendwohin, wo ich aktiv sein kann!

 

 

Gibt es eine persönliche Erkenntnis, die du unbedingt teilen möchtest?

Man kann immer mehr als man denkt. Ich hätte nie gedacht, dass ich – freiwillig – im Red Room auf 20 km/h sprinten und 15% Steigung dazuschalten würde. Das schaffst du auch, wenn du es willst. Es ist eine tolle Erfahrung! Mir zeigt sie: Würde dieser Firmenlauf von damals nochmal stattfinden – ich wäre nicht das Schlusslicht. Ich wäre definitiv ganz vorne mit dabei!

 

#WE LOVE TO TRAIN WITH YOU! GO STRONG, HERO!