It’s getting hot in heeeere, so take off all your clothes…Let’s talk about sex, baby… Na Hero, ahnst du worum es hier geht? Richtig, SEX, SEX, SEX! Eins ist klar: HIIT makes you sexy! Wir fühlen uns beim und nach dem HIIT Workout in der RedZone sexy, sehen sweaty-sexy aus und strahlen das auch aus…Wooohoo! 

In der aktuellen Folge der Urban Vibes ist die charmante Sexologin Laura Burkhardt zu Gast bei Podcast Host und Resident Hero Naddy und nimmt kein Blatt vor den Mund.

Hören lohnt sich, hier gehts zur Folge… GIVE ME THOSE SEXY VIBES! 

Natürlich gibt’s die Fragen aus der Podcast Folge auch für dich in Textform. Viel Sex…äh, viel Spaß! 

Laura, du hast ja einen eher ungewöhnlichen Job – was genau machst du als Sexologin? 

Stimmt! Den Begriff kennen ganz wenige. Man könnte auch sagen “Fachperson in sexueller Gesundheit”. Heißt: Ich mache ganz klassische Sexualtherapie mit Einzelpersonen oder Paaren (beispielsweise für Gespräche über Fetische, von denen jemand irritiert ist) aber auch Sexualpädagogik in Schulklassen mit den bekannten Verhütung-Köfferchen. 

Was glaubst du, warum ist Sex so ein Tabuthema?

Ich habe das Gefühl, dass die Menschen sich öffnen aber trotzdem sind wir alle so sozialisiert, auch durch die Generation unserer Eltern. Häufig sind da auch noch kirchliche Einflüsse und Moral ein Thema, das immer noch vorherrschend ist. Aber ich denke, dass das einen guten Gang nimmt. 

Kannst du mal ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern: Aus welchen Gründen kommen Klienten zu dir?  

Das ist tatsächlich ganz unterschiedlich. Leider kommen aber die meisten erst, wenn die Hütte brennt – also zum Beispiel wenn der Penis nicht mehr macht, was er soll oder Frau Orgasmusprobleme hat. Aber auch Affären, übermäßiger Pornokonsum, Lustlosigkeit sind häuftige Themen. 

Thema Lustlosigkeit beim Sex: Kannst du seit dem Lockdown Veränderungen beobachten?

Ja, mit Sicherheit hat sich das Beziehungsthema mehr in den Vordergrund geschoben seit dem Lockdown. Im Homeoffice begegnet man dem Partner oder der Partnerin ganz anders, manche streiten viel, weil sie ständig aufeinander hängen. Dieser Stress kann natürlich dafür sorgen, dass die Lust auf Sex vergeht – dazu noch der Stress und die Sorgen, die durch die Pandemie mitschwingen. 

Das andere Extrem sind die Corona-Babys – offenbar gibts auch viele Paare, die sich in dieser Zeit fleißig fortpflanzen…

Ich denke, es ist beides möglich. Es kann gut sein, dass die Lust in der Corona Zeit verloren geht. Wenn man von frisch Verliebten ausgeht, ist es natürlich die beste Zeit die man sich wünschen kann – zusammen eingesperrt sein! Und bei Paaren, die ihr Sexleben ohnehin schon pflegen, würde ich auch behaupten, dass sie in dieser Zeit vielleicht noch etwas mehr ausprobiert haben. 

Kommen wir zum Thema HIIT & SEX! Inwiefern kann sich dieses hammergeile Gefühl, das wir beim Workout haben, auf unser Sexleben auswirken? 

Das kann mit Sicherheit einen positiven Effekt haben! Ein Workout bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung sondern pumpt auch Blut in die Sexualsorgane. Das kann die Lust steigern! Außerdem: Wenn ich regelmäßig Sport treibe, wirkt sich das auf mein Körpergefühl aus. Ich hab ein besseres Körpergefühl, fühle mich ausgeglichener und sexier. Wenn ich mich schön finde, zeige ich mich natürlich auch lieber vor meinem Partner oder meiner Partnerin. 

Ich denke gerade an das Workout in der Redzone, sprinten, dem Körper alles abverlangen bis zum Höhepunkt…danach nur noch Entspannung. Gibt es sowas wie einen Sportgasmus?

Ich würde sagen: JA! Dabei wird ja ebenfalls explosionsartig Adrenalin freigesetzt und danach dieses massive Entspannung. Das gibt natürlich ein extrem gutes Körpergefühl. Allerdings kommt ja jeder etwas anders zum Orgasmus – bei manchen ist es ein Sprint.. 😉 

Inwiefern kann Sport konkret unser Sexleben verbessern? 

Grundsätzlich stellt sich durch regelmäßigen Sport ein gutes Körpergefühl ein und man fühlt sich ausgeglichener und sexier. Es werden mehr Glückshormone ausgeschüttet, Stress wird gemindert, das kann die Libido enorm verbessern. Der Beckenboden ist dabei super wichtig und wird häufig vernachlässigt – vor allem von Männern. Er hält nicht nur die Organe an Ort und Stelle, sondern ist beim Sex extrem wichtig. Gezieltes Beckenbodentraining also echt zum besseren Orgasmus führen! Dafür gibt es verschiedene Übungen, die du theoretisch überall zwischendurch machen kannst. 

Ich ermutige meine Kunden und Kundinnen immer, den eigenen Körper besser kennenzulernen. 

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Was kann man denn tun, wenn man(n) (oder Frau) Orgasmusprobleme hat? 

Viele Frauen kommen bei der Selbstbefriedigung zum Orgasmus, aber eben nicht in der Paarsexualität. Das liegt oft daran, dass es bestimmtes Erregungsmuster vorliegt. Wenn ich mich immer auf die exakt gleiche Art zum Höhepunkt bringe, wird es für den Partner oder die Partnerin schwer, das genau so nachzumachen. Daher: Neue Reize ausprobieren und den Körper kennenlernen. 

Trotzdem: Männer und Frauen haben oft unterschiedliche Erregungsmodi. Männer erregen sich eher mechanisch – rein, raus – wie man auch oft in Pornos sieht. Frauen bringt das oft eher weniger, denn die Vagina ist im vorderen Teil eher berührungsempfindlich und im hinteren Teil druckempfindlich. Wichtig ist einfach, mit dem Partner oder der Partnerin darüber zu sprechen! 

Kommen wir nochmal zum Sport. Gibt es auch Sportarten, die sich negativ auf das Sexleben auswirken? 

Alles, was zuviel ist, wirkt sich per se negativ aus. Zu viel und zu extremer Sport kann die Hormonproduktion negativ beeinflussen und den Testosteronwert sinken lassen. Aber bei regelmäßigen Workouts, beispielsweise 4 Mal pro Woche, ist die Wirkung eher positiv. 

Es gibt tatsächlich Sportarten, die sich negativ auswirken können. Wenn sehr viel Druck auf den Penis ausgeübt wird können Erektionsstörungen entstehen – das kann zum Beispiel bei exzessivem Radfahren passieren. Auch dabei gilt: Auf den Körper achten und hören. 

Es gibt ja den Mythos von Sportlern, die vor dem Spiel oder Wettkampf keinen Sex haben. Was ist da dran?

Klar, wenn ich vorm Match viele Stunden lang Sex habe, kann es sein, dass ich weniger leistungsfähig bin. Andererseits kann Sex auch den Druck nehmen. Da gibt es wohl keine allgemeingültige Antwort. Selbst ausprobieren! 😉 

Gibt es gewisse Warnzeichen, bei denen ich mir Sorgen machen muss? Zum Beispiel: Ich will 5 Mal am Tag Sex haben oder ein halbes Jahr lang gar nicht? 

Nö, generell nicht. Solange es einem damit gut geht, gibt es da kein Richtmaß. Wenn Leidensdruck dazu kommt, wird es oft kritisch – oder wenn es dem anderen in der Partnerschaft damit nicht gut geht. 

Look good naked – das wollen wir alle! Welchen Tipp kannst du uns mit auf den Weg geben, um das körperliche Selbstbewusstsein zu stärken? 

Da gebe ich dir Recht. Nur weil der Körper gestählt ist, heißt es nicht, dass ich mich damit wohl und sexy fühle. Da geht es tatsächlich auch darum, den eigenen Körper besser wahrzunehmen und von innen zu lieben. 

Sport ist wichtig, auch bis ins hohe Alter, aber die Natur bringt es halt mit sich, dass der Körper altert. Daher: Selbstliebe!!! Eine gute Übung ist: Stell dich 10-15 Minuten nackt vor den Spiegel und beobachte einfach, ohne zu urteilen und dich zu kritisieren. Nimm dich und deinen Körper wahr. 

Deine top Tipps: Was können wir konkret tun, um unser Sexleben zu verbessern?

  1. Tut euch selbst Gutes, nehmt euch Zeit für die Selbstliebe. Und nehmt euch Zeit für die eigene Sexualität, nicht nur für die Paarsexualität. 
  2. Denkt immer an euren Beckenboden!
  3. Frauen, beschäftigt euch mit eurer Vagina! Männer, seid lieb zu eurem Penis!