Migräne ist ein echtes Volksleiden und kann einem gehörig den Tag vermiesen. Die Krankheit beschäftigt Wissenschaftler seit langer Zeit, die Ursachen und Auslöser sind aber noch nicht vollständig erforscht und sind vielfältig: Ernährung, Schlaf, Hormone, Stress – genau eben diese Faktoren können natürlich auch Heilung oder Linderung bringen. 

Unser Gast in dieser Episode der Urban Vibes hat zu schlimmsten Zeiten jeden zweiten Tag Migräne gehabt und in ihrem Beruf als Notarin damit ordentlich zu kämpfen gehabt. Mittlerweile hat sie eine Lösung gefunden – und die hat wiederum was mit Urban Heroes uns unserer Blue Zone zu tun. Was, das erzählt Dr. Astrid Plantiko im Interview mit Resident Hero Natalie selbst.

Hier kannst du den beiden im Podcast Talk zuhören! 

…oder doch lieber lesen? Auf geht’s! 

Astrid, du hast einen echt fordernden Job, du bist Notarin und hast deine eigene Kanzlei. Wie sieht dein Alltag aus? 

Stressig! Ich habe elf Mitarbeiter, die ich manage und als Notarin viel Menschenkontakt. Da  muss ich immer auf Zack sein, denn in der Beurteilung kommen häufig, mit denen man nicht rechnet. Das Gehirn ist immer auf 120% am Laufen, die Tage sind gern man 12-14 Stunden lang, zwischendurch ist es natürlich auch mal ruhiger. Ich mache praktisch HIIT Training fürs Gehirn den ganzen Tag. Da kann man sich Migräne nicht so wirklich erlauben, weil sie einen schlaucht und man weniger flexibel reagieren kann. 

…okay, da passt Migräne echt gar nicht rein, du bist ja wirklich darauf angewiesen, immer mindestens 100% da zu sein. Beschreib mal dein Krankheitsbild mit der Migräne: Wie lange hast du sie schon und in welche Abständen?

Ich hab das schon seit meiner Kindheit, mit 13 oder 14, lange wurde es aber nicht so konkret diagnostiziert. Mit etwa 20 wurde die Migräne dann tatsächlich diagnostiziert, also hab ich  schon eine Weile damit zu tun. Ich habe dann linksseitigen Kopfschmerz, bin damit hauptsächlich Schmerzpatientin. Zum Glück habe ich keine Migräne Aura, also keine Sehstörungen wie ein Flimmern. Neben dem Kopfschmerz sind Symptome aber auch Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und bei mir ganz besonders Lärmempfindlichkeit. 

In den schlimmsten Phasen hatte ich bis zu 15 Tage im Monat Migräne, also jeden zweiten Tag. Ich bin mit Migräne arbeiten gegangen, hab aber dieselbe Qualität abgeliefert. So kam es, dass ich die Woche lang durchgehalten habe und mich am Wochenende oft auskuriert habe. Beim Urlaub gab’s häufig Urlaubs-Begrüßungs-Migräne: Sobald ich entspannt hab, kam die Migräne richtig durch. 

Das klingt schrecklich. Wie hast du denn neben der Arbeit dann überhaupt das Leben erlebt?  

Nicht wirklich positiv. Das soziale Leben hat natürlich drunter gelitten, ich konnte auch am Wochenende wenig unternehmen… 

Wie hast du dann einen Weg gefunden, mit der Migräne besser zu leben? 

Es war ein langer Weg und ich hab extrem viel Ausprobiert: Akupunktur, Meditation, Ernährung, gewisse Lebensmittel weggelassen… Wenn man im Internet nachliest findet man ja eine Milliarde Versprechungen und Tipps, um die Migräne loszuwerden. iÍch bin dabei auch extrem offen und probiere alles aus. 

Das Wichtigste ist aber meiner Meinung nach: Man muss sich eingestehen, dass man die Migräne nie gänzlich loswerden wird. Es ist eine Krankheit, die einen ein Leben lang begleitet, mit der man aber sehr gut leben kann, wenn man seinen eigenen Weg findet. 

Die Urban Heroes haben mich auf die Kryotherapie Idee gebracht. Ich hab das für mich selbst ausprobiert und muss sagen: Mir bringt das enorm viel. Bei mir hat sich extrem viel getan. Das habe ich aber erst gemerkt, als ich vier Wochen pausieren musste, nachdem ich den ganzen August über da war. Es ging mir wieder schlechter, ich hatte wieder drei Tage in Folge leichte Migräne.

Als ich mich etwas eingelesen habe in das Cryo Thema war ich echt begeistert, wie viel man damit heilen kann und hab mich gefragt, warum mich vorher keiner meiner Ärzte darauf aufmerksam gemacht hat. Dabei ist es eine geniale minimal invasive Möglichkeit ist, was Gutes für den Körper zu tun, ohne auf chemische Mittel zurückgreifen zu müssen. 

Was sagen deine Ärzte zu der Wirkung durch die Eiskammer und die KRYOTHERAPIE GEGEN MIGRÄNE? Hast du denen davon erzählt?

Ich bin als Juristin ja generell jemand, der gerne direkt redet. Ich hab meine Ärzte darauf angesprochen und die fanden das allesamt extrem spannend. Ich fänd es schön, wenn ich anderen Patienten damit vielleicht helfen kann und die Ärzte diese Methode eventuell in die Behandlung mit einbeziehen.  

Wie hat sich dein eigenes Körpergefühl verändert, seitdem du regelmäßig in die Blue Zone gehst? 

Ich bin viel fitter und ausgeglichener geworden (vielleicht auch durch die Lunch Classes in der Red Zone),  was sich positiv auf den Stresspegel und eben auch auf die Migräne auswirkt. Ich habe wesentlich mehr Lebensqualität, denn ich kann abends oder am Wochenende was unternehmen und mich mit Freunden treffen, weil ich nicht flachliege. 

Allein wenn man aufsteht und weiß, dass man nicht mit Migräne aufsteht, macht das einen riesigen Unterschied. 

Wie schnell hast du den Unterschied gemerkt als du mit der regelmäßigen Kryotherapie gegen Migräne angefangen hast?

Tatsächlich am Anfang gar nicht so wirklich, aber nach zwei Wochen habe ich Veränderungen an meinem Körper bemerkt, war besser gelaunt und hab mich besser gefühlt. Im September, als ich vorübergehend nicht mehr zur Cryo gehen konnte, habe ich er realisiert, wie gut es mir im August ging, als ich täglich da war. Diese massive Endorphinausschüttung durch die Kälte ist wie Schokolade essen, nur viel kalorienfreundlicher! 

Wie häufig gehst du denn aktuell in die Eissauna?

Aktuell gehe ich 4 Mal pro Woche hin. Im August war ich 2 Mal am Tag da, weil ich in einer Studie gelesen habe, dass man am Anfang eine Art Pegel aufbauen sollte, indem man eben zwei Mal täglich geht. Das war schon echt kalt! 

Vorher waren es worst case 15 von 30 Tagen – wie oft hast du aktuell Migräne?

Ich bin bei maximal 4 Tagen pro Monat – ich muss aber ehrlicherweise auch sagen, dass ich dazu medikamentöse Prophylaxe nehme. Als ich im August jeden Tag zwei Mal da war, hatte ein NULL TAGE! Das hatte ich locker 23 Jahre lang nicht. 

Wie war dein erstes Mal in der Eiskammer? Und wie ergeht es dir jetzt dabei? Genießt du es oder kämpfst du eher? 

Mittlerweile hab ich gar keinen Bammel mehr. Aber beim ersten Mal war ich schon angespannt, weil ich ja nicht ansatzweise wusste, was mich da erwartet. 3 Minuten können extrem lang sein… Wenn man reingeht denkt man schon “Ist das kalt!”, ich finde es aber sehr entspannend und danach fühlt man sich ein wenig wie in Watte gepackt, warm, weich, entspannt. Der Körper ist die ersten 1-2 Minuten damit beschäftigt, auf die Kälte klarzukommen, dabei werden die so genannten Problemzonen zuerst kalt. Das Gefühl finde ich echt angenehm – vor allem im Sommer. Trotzdem ist und bleibt es tagesformabhängig. 

Wie hast du eigentlich deinen Weg zu Urban Heroes und unserer Blue Zone gefunden? 

Urban Heroes hat den Weg zu mir gefunden! Marlon und Marcelle standen vor der Tür meiner Kanzlei, weil wir im selben Gebäude wie Urban Heroes sind, und haben mir einen Shake in die Hand gedrückt und sich vorgestellt. Ich hab denen ehrlich gesagt, dass ich einen Moment brauche um mich zum Workout in der Red Zone durchzuringen, nach einem Monat haben wir nochmal gesprochen und dann war ich in meiner ersten Lunch Class. 

Ich muss ehrlich sagen, ich hasse Sport wie die Pest. Aber nach meiner ersten 35 Minuten Lunch Class dachte ich, ich sterbe, dann war ich hooked. Ich will’s nicht mehr missen. 2 Mal pro Woche mache ich HIIT, 4 Mal Cryo, jeden Mittag hole ich mir einen Shake (mein Favorit ist gerade der Cauli Love). 

Würdest du Cryo also auch anderen unter Migräne Leidenden empfehlen? 

Auf jeden Fall! Allein, um es auszuprobieren. Es gibt nicht DIE eine Therapie, daher sollte jeder das mal testen. Es ist keine große Belastung für den Körper und hat viele tolle Nebeneffekte für den Körper. Ich erzähle jedem davon und kann es jedem ans Herz legen. Wenn man es nicht probiert, kann man auch nicht mitreden. 😉