Was du isst, schützt oder schadet deiner Gesundheit, stoppt oder boosted deine Performance, beflügelt oder bremst deinen Geist. Aber deine Ernährung geht nicht nur durch deinen Körper: Sie bestimmt auch über die Verfassung unseres Planeten. Wie kannst du deine Ernährungsgewohnheiten klimafreundlicher gestalten? Hier kommen 5 Tipps:


YEAH, STEAKS! – OH… 

 

Sicher hast du schon davon gehört: Die Tierzucht, vor allem von Rindern, verursacht 15 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen. Das sagt die FAO, Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen. Für ein Stück Steak wird sehr viel Aufwand betrieben: die Tierhaltung selbst, die Futtermittelproduktion, der Transport und mehr. Die dabei entstehenden Treibhausgase – hauptsächlich Methan, aber auch Kohlenstoffdioxid,  Lachgas und F-Gase – lassen unseren Planeten nicht kalt. Er erwärmt sich zunehmend. “In Deutschland [entsteht Methan] vor allem in der Land- und Forstwirtschaft, insbesondere bei der Massentierhaltung”, so das Umweltbundesamt. “Eine weitere Quelle sind Klärwerke und Mülldeponien.”

Wie könnte jeder von uns einen Beitrag dazu leisten, diesen Ausstoß zu reduzieren? 

 

 

1. STAY FLEXIBLE

Fakt ist: Verzehren wir oft Fleisch und tierische Produkte, schaden wir dem Klima deutlich stärker, als würden wir auf sie verzichten. Vergleicht man den CO2-Fußabdruck einer fleischhaltigen mit der veganen Ernährung, so fällt er bei der letztgenannten deutlich kleiner aus.
Ist Veganismus die einzige Lösung, um unseren Planeten durch unsere Ernährungsgewohnheiten zu schützen? 

Ein erster Schritt in die richtige Richtung kann schon die allgemeine Reduzierung unseres Fleischkonsums sein. Das muss nicht direkt von 100 auf 0 sein: Flexitarier essen beispielsweise selten, dafür aber ausgewählt und bewusst Fleisch. Das hat nicht nur einen positiven Effekt auf die Umwelt: Reduzierst du deinen Fleischkonsum, zehrst auch du von gesundheitlichen Vorteilen. Das belegt die Zusammenstellung vieler Studien durch das NutriRECS-Konsortium (Vernooij et al. 2019; Han et al. 2019; Zeraatkar et al. 2019a). Ausgewertet wurden die Ernährungsformen von über sechs Millionen Teilnehmern aus über 100 Beobachtungsstudien. Das Ergebnis: Ein reduzierter Fleischkonsum senkt das Mortalitäts- und Krebrisiko.

Es kommt auch auf die Wahl an, denn nicht alle tierischen Produkte schaden im gleichen Ausmaß: Im Vergleich zu Rind- und Lammfleisch ist beispielsweise Geflügelfleisch eine klimafreundlichere Alternative. Ähnlich sieht es bei Fisch aus: Laut einer aktuellen Studie ist eine mediterrane Ernährung eco-friendly – und kommt sogar an die CO2-Bilanz eines veganen Speiseplans heran. Hier werden viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Fisch und Olivenöl verwendet. Seltener landen Fleisch und Milchprodukte auf dem Teller. Auf diese Weise wird die Umwelt mit deutlich weniger Treibhausgasen belastet.

Quit worrying about your protein intake, Hero. Eier – vor allem aus artgerechter Haltung – sind keine Klimasünder und auch die Pflanzenwelt hält erstklassige Eiweißquellen für dich bereit! 

 

2. TAKE IT LOW

Wusstest du, dass für 1 Kilogramm Butter 25 Liter Milch gebraucht werden? Auch für die Herstellung von fettreichen Milchprodukten wie Sahne und Hartkäse werden sehr große Mengen an Milch aufgewendet. Wenn du dich für Halbfettvarianten entscheidest, trägst du schon einen positiven Beitrag zur Klimabilanz bei. Neben umweltfreundlicheren Milchprodukten wie Magerquark können auch pflanzliche Varianten deine Go-to-Alternative werden – zum Beispiel Sojamargarine. Anders als viele denken, sind Sojajoghurt und Co. keine Umweltsünder, die die Rodung des Regenwaldes antreiben. Tatsächlich landet das Soja, das dort wächst, zum Großteil in Futtermitteln für die Tierzucht. Eine unbedenkliche Lösung für die Umwelt sind vor allem Sojaprodukte aus ökologischem europäischen Anbau.

Hint: Wir verwenden für unsere Shakes an der Urban Heroes Movers & Shakers Bar ausschließlich Hafer-, Mandel- und Kokosmilch als Basis und bieten auch pflanzliches Protein an. Hast du schon mal eine vegane Shake-Variante probiert? Give it a try!

 

 

3. CHECK OUT YOUR LOCAL MARKET 

Kiwis aus Neuseeland, Mangos aus Zentralamerika, Papayas aus Indien und Avocados aus Chile: Viele Lebensmittel kosten im Anbau schon viele Ressourcen und legen dann, in unreifem Zustand, weite Transportwege zu uns zurück. Mit dem Flugzeug, Schiff und LKW landen die Produkte aus Übersee über den regionalen Schienen- und Straßenverkehr dann bei uns im Supermarkt. Das kostet alles sehr viel Energie in Form von Treibhausgasen.

Saisonales Obst und Gemüse aus der Region ist hier eine smarte Alternative für dich und die Umwelt. Saisonale Produkte aus der Region sparen zum einen lange Transportwege und auch Pflanzenschutzmittel. Zum anderen wird regionales Obst und Gemüse reif geerntet und: Reife Produkte enthalten wesentlich mehr Vitamine und Pflanzenstoffe, die deinem Körper gut tun und so auch deine Gesundheit stärken.

Tipp: Achte darauf, welche Produkte gerade Saison haben – dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass du sie aus deiner Umgebung beziehen kannst. Suche nach Alternativen zu exotischen Superfoods: Tausche beispielsweise Chia gegen Leinsamen. Ob im Supermarkt, wo Schilder und Produktverpackungen mehr über den Ursprung verraten oder auf dem Wochenmarkt: Prefer the local stuff! 

 

4. CHOSE SIMPLE OVER CONVENIENT FOOD

The less – the better: Die Weiterverarbeitung von Lebensmitteln benötigt Energie – aus diesem Grund vergrößert sich so der ökologische Fußabdruck im Vergleich zum vollwertigen Produkt. Vor allem die Herstellung von stark verarbeiteten Produkten wie etwa Fertiggerichten fällt zu Lasten der Umwelt. Das zeigt ein simples Beispiel: Während ein Kilo frische Kartoffeln 199g CO2 verursacht, sind es für ein Kilo TK-Pommes 5.728. Und offensichtlich ist dabei der Health Factor: Frische Lebensmittel sind aufgrund ihrer Nährwerte immer die bessere Wahl!

 

 

5. WASTE DOWN

Möglichst wenig Müll zu produzieren, spielt gleich in doppelter Hinsicht eine Rolle in deiner Küche: Zum einen kannst du umweltfreundlich einkaufen, indem zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs bist, dein Obst und Gemüse unverpackt kaufst und im Gemüsenetz und der eigenen Einkaufstasche nach Hause transportierst. Auf dem Wochenmarkt und in Unverpacktläden, wie beispielsweise bei Stückgut in Hamburg, fällt das deutlich leichter.
Zum anderen kannst du bewusst an Lebensmittelabfällen einsparen: Allein in Deutschland landen jedes Jahr 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Die dafür benötigte Energie – vom Anbau bis zum Handel – wird völlig umsonst aufgebracht.

Tipp: Check immer deine Vorräte, bevor du dir deine Einkaufstasche schnappst und Nachschub holst. Und ist doch einmal zu viel übrig: Sharing is caring: Teile deine Lebensmittelreste mit Nachbarn, Freunden und Familie oder spende sie an Organisationen wie Foodsharing

 

SHOW MOTHER EARTH YOUR LOVE, HERO: EAT WISELY.