MEET CHRISTINE FEIBEL

Every job has its Ups and Downs. Manche Berufe fordern unsere Körperkraft, manche unseren Geist, andere wiederum unser Herz. Christine Feibel hat sich bewusst für einen Herzensjob entschieden. Die studierte Sozialpädagogin leitet heute eine stationäre Wohngruppe für traumatisierte Kinder und sagt: “Ohne HIIT bei den Urban Heroes hätte mich mein Chef nicht zur Leitung befördert!”.

Wir wollen die Details wissen: Was war früher anders? Wie hat das Training sie verändert und welchen Effekt hat es auf ihre Arbeitsweise? Meet Chrissi Feibel, Original Hero der ersten Stunde!

 

Christine, was war deine erste bedeutende Challenge?

Ich bin – nachdem ich mit 22 das erste mal in Hamburg an der Elbe saß – vier Wochen später hierher gezogen. Das ist jetzt knapp sechs Jahre her. Ich wusste einfach “Hierhin soll es gehen: Diese Weite, diese Freiheit, diese Luft – hier kann ich atmen!”. Ich ließ also das Saarland hinter mir und zog nach Hamburg. Hier musste ich erstmal klar kommen in der fremden Großstadt. Ich wollte einen Job finden, ein Zuhause und Freunde.

 

Wie hast du dich beruflich zurecht gefunden?

In der ersten Zeit hagelte es Absagen. Ich musste mich durchbeißen. Mir war klar: Hier gibt es tausende gute Bewerber. Dennoch fasste ich relativ schnell Fuß und heute, fast 5 Jahre später, bin ich Leiterin der stationären Wohngruppe, in der ich damals als Sozialpädagogin gestartet bin.

 

Erzähl bitte mehr über deinen Job:

Wir nehmen Kinder auf im Alter von 7 bis 17. Manchmal sogar jüngere. Darunter sind Kinder, die traumatisiert sind, denen eine psychische Krankheit diagnostiziert wurde oder die einfach nicht mehr nach Hause zurück können, weil zum Beispiel die Mutter alkoholabhängig ist, der Vater gewaltsam oder sie ihre Eltern verloren haben.

 

Was sind für dich die größten Herausforderungen?

Da ist zum einen die Verantwortung fürs achtköpfige Team, es bei Laune zu halten, es zu strukturieren, zu führen und auch aufzufangen. Dann sind dort die Kinder, deren Geschichten natürlich viele Emotionen auslösen. Die aber Geduld benötigen, Vertrauen, Kraft und Beständigkeit, um eines Tages auf eigenen Füßen stehen zu können.

 

Wie gehst du mit besonders heftigen Tagen um?

Ich habe jeden Tag ein Zeitfenster nur für mich. Am liebsten fülle ich es mit Sport und das gleich früh am Tag bei Urban Heroes! Das tut meinem Geist gut, meiner Seele und meinem Körper. Noch bevor alles andere kommt, hilft mir das Training am Morgen, mich auf den Tag vorzubereiten.

 

 

Welchen Effekt hat das Training auf deine Arbeitsweise?

Mein Naturell ist unruhig und ich habe sehr viel Energie! Ich kann Dich gleich morgens totreden. 😆 Wenn ich früh trainiere, kann ich meine Energie besser kanalisieren. Ich bin danach viel fokussierter und auch entspannter.

 

Gib mir ein Beispiel:

Ich leite einmal wöchentlich unsere Dienstbesprechung. Da diskutieren dann oft zwölf Erwachsene an einem Tisch – das kann anstrengend werden. Für mich ist an solchen Tagen das Training am Morgen Pflicht: Ich bin dann ausgepowert! Danach ist wirklich keine Energie übrig, um in Meetings abszuschweifen oder sie langatmig zu gestalten. Die Tagesordnung habe ich dann im Kopf und weiß: Heute liegt der Fokus auf genau diesen Punkten und auf nichts anderem.

 

Wie ist es, wenn du vorher mal nicht trainierst?

Ich bin temperamentvoll! Und wenn ich nicht trainiere, dann bin ich es auch bei der Arbeit. Ich werde dann ungeduldig und unentspannt. Das kann man in meinem Job nicht gebrauchen.

Wofür brauchst du in deinem Job besonders Geduld?

Für alles! Bist du in meinem Job ungeduldig, kannst du nach Hause gehen. In meinem Job geht es darum, Leben zu retten und jede kleine Etappe, die dorthin führen soll, benötigt Ruhe und Geduld. Ein Beispiel: Manchmal kommen Kinder zu uns, die mit gerade sechs Jahren verfaulte Zähne im Mund haben. Diesen Kindern überhaupt das Zähneputzen beizubringen, ist ein längerer Prozess und nicht an einem Tag getan. Der Sport hilft mir, diese Ruhe und Geduld aufzubringen und auf mein Team zu übertragen.

 

Kannst du auch Elemente aus einer HIIT-Einheit auf deinen Job übertragen?

Ja, mit einigen Fällen ist es wie in einer HIIT-Session! Da rennst du auf 10 km/h und musst die Steigung reinnehmen. 10%. Und als wäre das nicht genug, musst du 2, dann 4 km/h schneller pitchen. Wie oft kommt es vor, dass ich über einen schwierigen Fall grüble und es kommt noch heftiger. Dennoch höre ich ja nicht auf zu laufen. Ich verlasse auch das Hub nicht. Ich ziehe es durch. Und so ist es auch im Job: Ich rechne mit den Herausforderungen, ich nehme sie an und finde Lösungen.

Genau wie die Workouts bei Urban Heroes, ist auch jeder Fall anders. Das hält mich wach und macht mich immer besser.

 

Wie haben dich die Kraft- und Ausdauereinheiten verändert?

Außer, dass ich jetzt Planks länger als 8 Minuten halten kann, meinst du? 😉 Ehrlich, früher war ich ein Lappen! Früher konnte ich als Funkenmariechen meine Beine immer schön hochwerfen und Spagat machen. Heute trainiere ich mit 14 kg-Hanteln meine Kraft. Wenn ich diese Hanteln stemmen kann, dann bin ich auch stark genug, mein Team und die Kinder aufzufangen. Zusätzlich sind meine Kondition und Ausdauer wesentlich ausgeprägter!

 

Was hast du beruflich davon?

In meinem Beruf gibt es oft schwierige und stressige Zeiten, in denen sich das Team nicht einig ist, es schwierige Kinder gibt, die aggressive Phasen durchmachen und vieles mehr. Ich finde es wichtig, sich diese Phasen bewusst zu machen, sich ihnen zu stellen und sie zu überdauern. Das Durchhaltevermögen dafür lernt man auch im Urban Heroes Hub!

Auch habe ich durch das Training mehr Biss! Ich traue mir viel mehr zu. “Einfach machen”, sage ich mir. “Hoch mit der Hantel!” – selbst, wenn alles zittert, selbst, wenn es weh tut: Ich nehme nochmal tief Luft und halte den Schmerz aus.

 

Was spielt dir dein Chef zurück?

Er hat mich letztes Jahr in eine leitende Position befördert! Ich bin mir sicher: Ohne HIIT bei den Urban Heroes wäre das nicht passiert! Früher war ich hektisch. Ich musste immer alles sofort erledigen: Ein neues Kind ist da? Neue Kleidung muss her, Arztbesuche, Schulanbindung, Termine mit Lehrern, dem Jugendamt, die Klärung des Vormunds – und alles musste jetzt und sofort passieren! Meinem Chef war aufgefallen, dass ich ruhiger geworden bin, geduldiger, bedachter und mich nicht mehr stressen lasse.

 

Was sind deine Learnings daraus?

Dass ich durch das Training an Gelassenheit gewonnen habe. Dass ich durch diese Ruhe professioneller und sauberer arbeite. Und dass ich mit meiner Arbeitsweise weder mich noch mein Team unter Druck setze. Ich arbeite dadurch effizienter und erreiche einfach mehr: Parallel zu meinem Job studiere ich Gesundheitswissenschaften mit Schwerpunkt Gesundheitsmanagement. Ich habe noch vieles vor!

Wow Christine, das macht auch uns stolz! Bitte verrate uns noch eine Sache zum Schluss:

 

Wie schaffst du es, die Plank länger als acht Minuten zu halten? 🙇🏽‍♀️

 

 

Mein Körper schafft das eigentlich gar nicht. Mein Wille und mein Atem tragen mich. Ich atme mich voller Sauerstoff und halte es aus. Atmen – das habe ich übrigens auch im Hub gelernt.

 

 

WE LOVE TO TRAIN WITH YOU, SUPERHERO!