Hands down – wie leicht fällt es dir, eine neue Routine fest in deinen Alltag zu integrieren und deine Gewohnheiten täglich einzuhalten? Du struggelst damit? Don’t panic! In unserer aktuellen URBAN VIBES Folge ist Resident Hero Rick zu Gast – er ist ein echter Routine Superhero, angefangen damit, dass er morgens um viertel vor fünf aufsteht (4:45!!!)…

Wie du es schaffst, deine Routinen so in dein Leben zu integrieren, dass sie keine nervigen To Dos sind, sondern deinen Alltag wirklich produktiver, entspannter und schöner machen, das verrät Rick im Interview mit Naddy!

Das ganze Interview hörst du hier: URBAN VIBES PODCAST!

Wer nicht hören will, will lesen! Hier liest du die wichtigsten Tipps, Tricks und Erkenntnisse aus dem Interview.

Er ist einer der Resident Heroes, die am längsten dabei sind und hat das Baby hier mit aufgebaut, er ist Personal Coach und Master of Routines – man fragt sich, oder er Mensch oder Maschine ist – wahrscheinlich beides: Die menschliche Maschine: RICK!

 

First things first: Wie startest du in den Tag? Wie ist deine Morning Routine?

 

Tatsächlich ist mir die erste Stunde am Morgen nach dem Aufstehen heilig! Ich stehe momentan um 4:45 auf, dabei liegt das Handy mit dem Wecker im Wohnzimmer. So stelle ich sicher, dass ich nicht zehn Mal den Snooze Button drücke. Vor dem Lockdown habe ich dann eine Runde meditiert, Journal geschrieben und die To Dos für den Tag strukturiert. Dazu gibt’s ein großes Glas Wasser und den schwarzen Kaffee am Morgen – und anschließend eine kalte Dusche. In den letzten Monaten hat sich aber nochmal einiges geändert, sodass ich morgens den Sport priorisiere und die anderen Dinge manchmal erst im Laufe des Tages oder am Abend mache. Da bin ich mit mir selbst nicht allzu streng. Ich versuche, alles jeden Tag zu integrieren.

Und: Eine gute Abendroutine führt zu einer guten Morgenroutine. Dazu gehört auch pünktlich schlafen gehen, wenn man früh raus will. 

 

Wie gehst du damit um, wenn die Routine aus irgendeinem Grund mal ausfällt? Bist du dann genervt oder nimmst du es entspannt?

 

Mir ist es extrem wichtig, dass mir eine Routine nicht die Flexibilität im Alltag nimmt. Ich bin da also nicht so penibel. Diese Zeiten gab es sicherlich auch, aber damit war ich nicht happy. Daher habe ich aktuell tagsüber so gut wie keine festen Routinen, sondern erledige die mir wichtigen Dinge morgens oder nach Feierabend. So bleibt genug Flexibilität und die Routinen stressen mich nicht. Gerade wenn es abends mal länger wird, gilt: Schlaf ist unser Nummer 1 Regenerations Tool! Ich würde empfehlen, lieber einmal die Morning Routine zu skippen anstatt auf Schlaf zu verzichten. 

 

Warum sind Routinen denn überhaupt wichtig für uns?

 

Man sagt ja „Motivation lässt dich starten, Gewohnheiten lassen dich weitermachen“. Jeder kennt’s: Am Anfang sind wir immer super motiviert, aber irgendwann kommt der Moment, wo irgendwas dazwischen kommt und die Motivation verschwindet. Die Routinen helfen dir langfristig dabei, on track zu bleiben oder wieder on track zu kommen. Wir sind nicht permanent immer motiviert, das ist ganz normal. Irgendwann werden sich die neuen Gewohnheiten, zum Beispiel Sport machen oder früh aufstehen, aber ganz natürlich anfühlen und du musst dich dazu nicht mehr durchringen. 

Ansonsten rate ich: Taste dich ran! Wenn du um 7 aufstehst, versuch es mal um 6. Wenn du um 6 aufstehst, mach 5:30 draus. So kannst du dich nach und nach steigern und gewinnst innerhalb eines Monats locker eine Stunde am Morgen dazu. 

 

Egal wie diszipliniert man ist, jeder kann durch Krankheiten oder aus persönlichen Gründen mal in einem Motivationstief landen. Wie kommen wir nach einem Tief wieder in unseren Hero Modus?

 

Es ist ganz wichtig, dass man in seinem Tief nicht liegen bleibt, sondern wieder aufsteht. Man muss sich einfach von dem Gedanken verabschieden, dass das Leben immer in einer schönen, stetigen Geraden nach oben verläuft. Wenn du in einem Tief hängst: Gönn dir deine Zeit, um Dinge zu verarbeiten. Aber irgendwann, durch gewisse Gewohnheiten, solltest du die PS wieder auf die Straße bringen! 

 

Wenn sich jemand eher schwertut, sich zum Sport zu motivieren – was rätst du dem? Wie kann ich mein Workout zur Routine machen?

 

Schaff dir erstmal die Zeit des Tages, zu der du das Gefühl hast, am meisten Energie zu haben. „Proper prevention prevents poor performance“. Heißt: Schaff dir die besten Voraussetzungen für dein Training! Handy weg, damit du rechtzeitig schläfst, Lieblingsmusik zur Motivation schnappen und eventuell gemeinsam mit Gleichgesinnten starten. Setz dir erstmal kleine Ziele und versuche, zwei Workouts pro Woche zu integrieren – das schaffst du!  Von null auf zwei zu gehen ist viel leichter als von null auf sieben. Überfordere dich nicht, das schadet der Motivation.  

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Rick, für alle, die noch den nötigen Kick brauchen – Wie entwickle ich jetzt eine Routine? Wie fange ich damit an? Stift und Zettel und dann drauf loslegen?

 

Such dir was, worauf du richtig Bock hast! Deine Routine muss ein gewisses Kribbeln bei dir auslösen. Man hört immer wieder, dass es 21 Tage dauert, eine neue Gewohnheit zu etablieren. Tatsächlich dauert das Ganze 66 Tage – das ist der aktuelle Wissensstand. Mein Tipp: Die 66 Tage Kreuze! Schnapp dir an Tag 1 ein White Board oder ein Notizheft und mach Kreuze. Lässt du die Routine einen Tag ausfallen, fängst du von vorne an – bis du irgendwann die 66 Kreuze hast! 

Außerdem kann es helfen, Freunden, Familie oder Kollegen von dem eigenen Vorhaben zu erzählen, das erhöht den Druck. 😉