Das Warten hat ein Ende! Hier kommt Part 2 vom Urban Vibes Running Talk mit Naddy, Kofi und Dave! Wenn du Part 1 von TALK & RUN noch nicht gelesen oder gehört hast, check it out now!

Egal ob in der RedZone auf dem Laufband oder an der frischen Luft – wir Urban Heroes lieben das Laufen. In dieser Folge erfährst du, welches Equipment du als Runner unbedingt brauchst, was du vor dem Laufen essen solltest, was dein Körper dir durch gewisse laufbedingte Schmerzen möglicherweise mitteilen will und wie du sie los wirst. Los gehts. 

Hier findest du die aktuelle Podcastfolge Urban Vibes zum Hören! #läuftbeidir

Was meint ihr, kann jeder von uns einen Marathon laufen?

Kofi: Theoretisch ja, praktisch nope. Da kommen mehrere Faktoren ins Spiel. Auf welchem Stand bist du gerade? Bist du Laufanfänger? In diesem Fall schaffst du den Marathon vielleicht in einem halben Jahr, wenn du dich jetzt streng vorbereitest. Dann ist die Frage, ob du gerade irgendwelche Einschränkungen oder Beschwerden hast. Wenn du beschwerdefrei bist, denke ich, ist der Marathonlauf an sich kein Problem. Du darfst halt nur keine krasse Zeit erwarten. 

Warum tut man sich das denn überhaupt freiwillig an mit den Wettkämpfen? 

Kofi: Der Kampf gegen sich selbst steht dabei im Vordergrund. Natürlich widerstrebt es der eigenen Natur, 42 Kilometer am Stück zu laufen. Überwindung ist das Stichwort. Overcome yourself. Dabei gehts aber nicht nur um die physische Komponente, sondern vor allem beim Marathon um die mentale. 

Bei Schnee, Regen, Wind und Wetter zu laufen, 42 Kilometer am Stück…Dagegen ist die RedZone ja fast ein Spaziergang! Was motiviert dich als Marathonläufer, Kofi?

Kofi: Weißt du, wozu die Wettkämpfe am Ende dienen? Um dich zu tracken. Du siehst Fortschritte und kannst dich mit dir selbst vergleichen.

Dave: Ein Marathon ist ja sozusagen das Endresultat. Der Weg dahin, sich etwas so fest vorzunehmen, hat sehr viele positive Effekte auf weitere Bereiche deines Lebens wie Beruf und Familie.

Sich etwas vorzunehmen bedeutet auch Verzicht auf vieles. Du musst deinen Trainingsplan und Ernährungsplan einhalten.

Wenn ich dieses Ziel, wie z.B. den Marathon, erreichen möchte, muss ich mir vornehmen: Am Dienstag gehe ich laufen, ich werde meinen Porridge essen, ich werde ausreichend trinken, mich stretchen. Da spielen viele Faktoren eine Rolle, die die eigene Persönlichkeit letztlich shapen. Disziplin entsteht.

Man sollte den Gedanken loswerden, dass man gegen jemand anderen konkurriert. Man konkurriert nur mit sich selbst. 

Was sagt ihr zum Thema Run Equipment – gibts es Apps, Gadgets, Ausrüstung, die man als Läufer unbedingt braucht?

Kofi: Eigentlich ist das Schöne am Laufen ja, dass du nicht an Equipment gebunden bist. Es gibt viele Spielereien, die nice to have sind, aber das wichtigste sind ein gutes Paar Laufschuhe. Es ist sehr individuell, da gibt es nicht DEN Laufschuh für alle. Geh am besten in einen Laufshop, lass dich beraten, probier gute Schuhe an und fühle sie. Ein richtiger Laufschuh ist echt Gold wert. 

Kostet zwar etwas Zeit, die wird sich aber bezahlt machen. Widmen wir uns dem Thema Essen vor und nach dem Training. Wie lang sollte ich mir damit Zeit lassen und würdet ihr eher empfehlen mit leerem Magen zu laufen oder vorher was zu essen?

Dave: Ich hab da kein festes Ritual, das ist bei mir tagesformabhängig. Ich laufe eigentlich gerne auf nüchternen Magen, das ist aber Performance-orientiert nicht immer das Richtige. Der Körper braucht eine gewisse Energie, um die Anstrengung beim Run zu überwinden. Ich bin daher ein großer Fan von Smoothies oder Espresso mit Hafermilch und einer halben Banane am Morgen. Da ist aber jeder individuell und hängt auch von der Art und Intensität des Laufes ab.

Aber Leute, lasst die Hände von Energydrinks!  Dafür lieber: Flüssigkeit, Flüssigkeit, Flüssigkeit in Form von Wasser!

Und wie siehts es nach dem Lauf aus? Wie lang sollte man da mit dem Essen warten eurer Meinung nach?

Kofi: Also ich esse sehr gerne direkt nach dem Run, meist hab ich auch richtig Hunger. Nach einem längeren Lauf sind die Kohlenhydratspeicher leer. Wenn du dich wieder einigermaßen energetisch fühlen möchtest, solltest du diese auffüllen. Außerdem solltest du auch Proteine zu dir nehmen, weil du ja deine Muskulatur beansprucht hast. So kann sie sich besser regenerieren. Die verwendeten Nährstoffe sollten wieder aufgenommen werden. 

Mit welchen Übungen bereite ich mich optimal auf meinen Lauf vor?  

Dave: Ich bin großer Freund vom dynamischen Dehnen vor dem Laufen. Skippings auf der Stelle sind super, um das Sprunggelenk vorzubereiten. Ich fokussiere mich auch sehr auf meine Arme, das unterschätzen viele beim Laufen. Hüftbeuger und Waden dehnen mache ich vor jedem Lauf. Nach dem Lauf wird das Dehnen eher statisch.

Was sind die häufigsten Probleme, mit denen (Profi-) Läufer zu kämpfen haben? 

Kofi: Ich würde sagen, Beschwerdewelle Nummer 1 sind die Gelenke. Knie, Hüfte, Sprunggelenk sind die big three. Meist resultieren diese Läuferprobleme aus einem Überspannungsverhältnis in der Muskulatur, es ist eine Dysbalance. Das konnte ich bei vielen meiner Kunden feststellen. Dadurch, dass wir Vielsitzer sind und das nicht unserer Natur entspricht, ist auf der Oberschenkelvorderseite und in der Wadenmuskulatur oder viel zu viel Spannung. Mein Appell an alle, die diese Beschwerden haben: Meistens liegt nicht sofort ein Verletzung vor, sondern eine Dysbalance. Diese Spannung kann man rausarbeiten, mit Blackrolls, Triggerdingern, Massagen und Co. Das tut weh, weil da eben viel Spannung drauf ist. Aber wer das regelmäßig bearbeitet, der wird nach einem Monat deutliche Unterschiede merken. 

Wir hoffen, dass ihr mit diesen Tipps ein NOCH bessere Läufer werdet, liebe Heroes! Run for your life!

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