MEET MELISA DOBRIĆ! 

Gut, dass wir Melisa Dobrić an diesem Morgen direkt nach ihrem Training zum Kaffee treffen. Denn sonst wäre dieses Interview nicht zustande gekommen: Als bekennender Morgenmuffel ist sie bis mittags nicht ansprechbar, aber HIIT im Hub macht eben alles anders! Außer guter Laune: Was bringt ihr das Training privat –  was beruflich? Welche war die härteste Session aller Zeiten und welchen Trainer würde sie gern mal leiden sehen? Erfahre mehr!

 

Melisa, wann hattest du deinen Urban Heroes-Crush?

2016 – gleich zwei Tage nach der Eröffnung des Hubs! 

 

Deine erste Session…

…war bei Resident Hero Chris. Und ich fand’s so geil: Ich kaufte mir danach direkt eine 10-er Karte und bin seither süchtig!

 

Die härteste Session aller Zeiten…

… war meine erste Session bei Resident Hero Mello. Ich war bis dato an die Art aller anderen Trainer gewöhnt und traf dann völlig unvorbereitet auf Mello! Schockmoment! ‘Was ist das denn?!’ Ich habe gedacht, das Workout zerreißt mich! 

Welchen Trainer würdest du gern mal leiden sehen?

Eigentlich… Mello! Er ist so flink und frisch. Ich würde gern mal sehen, wie er in seinem eigenen Workout leidet!

Deine beiden letzten Sessions:

Heute morgen um 7:00 Uhr und gestern um 17:00 Uhr. 

 

Wonach buchst du dir deine Klassen: Gibt es ein Schema?

Vorab: Ich lebe ja in Berlin. Wenn ich Jobs in Hamburg habe, versuche ich immer, etwas länger zu bleiben – nur um ins Training zu kommen! Zum Schema: Mittlerweile mache ich es davon abhängig, bei welchem Trainer die Klasse ist. Es ist zwar alles HIIT, aber ich mag, dass jeder einzelne Trainer die Kurse mit seiner Art prägt. Du hast praktisch ein Konzept, aber bekommst es in so vielen Ausführungen wie es Trainer gibt. Ich mag das! 

Wie geht es dir nach dem Training?

Es geht mir hinterher immer besser als vorher. Meine Endorphine habe ich sicher! Das Training bringt mich voll gut durch den Tag. Klar, für die 7:00 Uhr-Klasse muss ich früh hoch – das macht sich dann am Nachmittag bemerkbar, da würde ich am Liebsten kurz nappen. Nichtsdestotrotz: Für mich ist das Auspowern im Hub ein Genuss! Ich denke nicht mehr: ‘Ich muss das machen, um in eine Form zu passen’, sondern: Ich mache das wirklich für mich. 

Das ist ein sehr wichtiger Punkt.

Ja, ich finde, es fängt immer mit dir selbst an. Nimmst du dir Zeit für dich, deine Gesundheit, dein Training, dann klappt auch alles andere. 

 

Du sprachst eben davon, “in eine Form zu passen”. Was hat das für dich als Modell konkret bedeutet?

Mir wurde bei einem meiner ersten Castings gesagt: “Wenn du modeln willst, musst du auf eine 90er-Hüfte kommen.” Ich war damals 16 und hatte 7 cm mehr Umfang. Es führte kein Weg dran vorbei: Als Teenie, der sonst immer nur die Teilnehmerurkunde bekam, musste ich plötzlich aktiv trainieren! Das war neu für mich und parallel auch die Initialzündung für Sport. Zusätzlich musste ich meine Ernährung umstellen, es galt: Low Carb, High Protein, wenig Fett. 

 

Wie ist es heute mit deinem Training und deiner Ernährung?

Heute würde ich mit dieser Ernährungsform nicht das Energie-Level erreichen, das ich benötige, um eine HIIT Session zu überstehen. Und das ist mir wichtig. Ich will das können! Klar spielt hier auch die Ernährung eine Rolle. Ich ernähre mich vegetarisch und achte darauf, meinen Körper mit allen Nährstoffgruppen zu versorgen. 

 

Welche Leistungssteigerung hast du seit deiner ersten HIIT Session bemerkt?

Ich bin viel fitter geworden – auch, was das schnelle Schalten auf Sprints angeht. Alleine draußen beim Joggen war ich immer sehr gemütlich unterwegs. Ich dachte: ‘Wenn ich um die Alster komme, dann ist das schon ganz gut’. Intervalle und Sprints habe ich immer gemieden. Aber seit Urban Heroes ist mein Ehrgeiz hellwach! Ich trainiere immer auf Hero Level! 

 

Welche Herausforderungen hast du dir gesucht?

Gleich in der ersten Laufphase im Hub mit schnellen Sprints einsteigen – sagen wir, auf 15 km/h – und die unterschreite ich bis zum Ende der Klasse auch nicht. Ich setze also absichtlich von vornherein höher an. So gewöhne mich an dieses Tempo, damit es später auch ja nicht langsamer wird!

 

Das ist eine tolle Zielsetzung! Warum pusht du dich dazu?

Ich wurde mal erwischt, als ich die Zeche prellen wollte – ohne Quatsch. Leute, bitte nicht nachmachen: Man weiß nie, ob der Kellner nicht auch bei Urban Heroes trainiert. 😆 Zurück zu deiner Frage: In Wirklichkeit trickse ich mich aus. Ich weiß von mir: Nach hinten raus habe immer gut Energie, aber beim Start neige ich zur Gemütlichkeit. Deswegen gehe ich auf den Treads immer direkt auf Tempo und bleibe dabei. Oder ich steigere mich weiter. 

 

Okay, du bist also schneller und ehrgeiziger geworden. Wie hat das Training deine Kraft beeinflusst?

Ich neige zu Schulterschmerzen. Wenn ich regelmäßig trainiere, erledigt sich das. Also: Arms & Core, Chest, Back, Core – das sind meine Klassen!  Zwar arbeite ich immer noch an meinem Liegestütz, aber: Früher, weiß ich noch, habe ich nicht mal meinen kleinen Koffer oben in die Gepäckablage vom Zug oder Flieger bekommen. Jetzt ist das überhaupt gar kein Problem mehr – jetzt kann ich auch anderen helfen! 

 

Lift like a man – Look like a Goddess: Was hast du dazu zu sagen?

Ich arbeite ja daran, richtig gute und viele Liegestütze machen zu können – auch, indem ich mit Gewichten trainiere, die mir meinen letzten Funken Kraft kosten. Ich sage also: Greif dir die für dich maximal schwersten Gewichte fürs nächste Training! Was bringt es denn, wenn du bei der letzten Wiederholung nicht zitterst? Das muss einfach drin sein in einer 50-Minuten-Class! 

 

Als Modell brauchst du sicher einen langen Atem. Konntest du deine Ausdauer steigern?

Und wie! Man benötigt als Modell beides: sehr viel Ausdauer und sehr viel Kraft. “Ohne Sport wirst du es nicht schaffen” – das sagte mir meine Agentur vor elf Jahren von vornherein. Und es ist wirklich so. Du brauchst eine sportliche Grundlage, um auch mal in Photoshoots von über 14 Stunden zu performen. Das gilt auch bei Castings – vor allem im Ausland: In New York, Paris und Mailand habe ich an manchen Tagen 20 km zu Fuß zurückgelegt. Das ist in dem Job ganz normal und das schaffst du nicht ohne regelmäßiges Training.

 

Es geht sicher auch stressig zu in deinem Job. Wie hilft dir HIIT mental?

Für mich beginnt Stärke im Kopf. Ich sage mir: ‘Wenn ich den Schritt gemacht habe, morgens ganz früh aus dem Bett zu steigen, um zur 7:00 Uhr-Klasse im Hub zu sein – und das, obwohl ich kein Morgenmensch bin – dann schaffe ich auch alles andere.’ Und selbst, wenn der Tag mal nicht so gut läuft, habe ich eine gute Grundstimmung. 

Großer Pluspunkt on top: Ich bin ein Morgenmuffel. Normalerweise bin ich bis mittags rum nicht wirklich ansprechbar. Und jetzt schau an: Ich war um kurz vor 8:00 Uhr fertig mit dem Training. Und wir führen jetzt ein Interview!

 

MUCH APPRECIATED, SUPERHERO! SEE YOU IN THE HUB! 😍