DAS SUPERWOMAN-INTERVIEW ZUM MUTTERTAG: MIT SABRINA GRASSHOFF-STITZ!

 

Als Mutter rotierst du jetzt vielleicht mehr denn je, bist Lehrerin und Entertainer für die Kids, arbeitest parallel im Homeoffice oder zerbrichst dir den Kopf über dein eigenes Business. Vielleicht wirfst du auch ganze Pläne über den Haufen und orientierst dich neu. Wie kannst du dabei optimistisch, stark und resilient bleiben? 

Wir haben Sabrina Graßhoff-Stitz interviewt: Mutter, Gründerin von Simply Fine, Psychologie-Studentin, Marathonläuferin und Hero der ersten Stunde. Wie hat der Lockdown ihr Mindset, ihren Alltag, ihre Branche und Pläne verändert? Wie nutzt sie die aktuelle Phase bestmöglich und wie schafft sie es, unsere HIIT Workouts zu Hause auf Hardcore-Level durchzuziehen? Hol dir die Power-Impulse! 

 

Sabrina, du bist sonst von morgens bis abends auf den Beinen. 

Das stimmt. Ich liebe meinen Job und bin auch schon jemand, der im berühmten Hamsterrad unterwegs ist – aber anders geht es auch gar nicht: Ich habe eine Tochter, einen Job und ich studiere nebenbei. Es geht an so einem typischen Arbeitstag oft vom Büro zu Kundenterminen. Bei größeren Projekten bin ich auch an den Veranstaltungsabenden selbst vor Ort. Und es kommt auch mal eine Nachtschicht dazu. Beispielsweise wenn der HSV spielt, ist eine 6-Tage-Woche auch schnell gesetzt.

 

Wie ist es jetzt für dich, plötzlich stillzuhalten?

Es ist wirklich alles komplett anders! Meinen gewohnten Alltag gibt es in dem Sinne nicht mehr. Normalerweise würde ich morgens ins Büro gehen und meine Tochter in die Kita. Dadurch, dass meine Branche stark von Corona betroffen ist und die Kitas geschlossen sind, bleiben wir beide zu Hause. Das Positive ist ja: Ich kann jetzt viel mehr mit meiner Tochter machen! Wir sind viel draußen und gestalten vieles zusammen. Beruflich halte ich mich auf dem Laufenden, bin umtriebig und immer auf der Suche nach Dingen, die neu inspirieren. Die Zeit jetzt ist auch gut zum Durchatmen, für eine Pause und um neue Ideen reifen zu lassen. 

 

Von Ideen verstehst du etwas. Wie kam es zu Deiner Geschäftsidee?

Ich wollte eigentlich Medizin studieren und überbrückte die Wartezeit auf einen Studienplatz mit einem Nebenjob – als Hostess in der Talkshow von Johannes B. Kerner. Als Kerner eine Produktionsfirma gründete, bewarb ich mich – mit zarten 20 für den Bereich der Personalvermittlung in der Gästebetreuung – und ich bekam die Möglichkeit! Ich habe früh große Verantwortung übernommen und viel gelernt. Über die Jahre habe ich das Konzept meiner Agentur noch einmal weiterentwickelt und das Ergebnis ist Simply Fine – Agentur für Premium Hostessen & Hosts. Ich bin also inzwischen seit vielen Jahren mit vollem Eifer und Motivation im Bereich Gästebetreuung unterwegs.

 

Sabrina mit ihrer Crew von Simply Fine im Volksparkstadion. Foto: Michael Rauhe / FUNKE Foto Services

 

Dieses Mindset hilft dir sicher auch, ganze Marathons zu laufen! Wann war dein letzter? 

Im September 2018 in Berlin. Und ich überlege tatsächlich, ob ich ihn dieses Jahr nicht doch noch in Hamburg mitlaufen sollte. Ursprünglich wollte ich dieses Jahr eine Pause einlegen, aber nun ist ja alles anders gekommen. Der Hamburg Marathon wurde in den September geschoben und ich habe in der Corona Zeit viele Kilometer gesammelt!

 

Wie sieht deine Trainingsroutine für Marathons aus?

Läufe und HIIT bei Urban Heroes sind fester Bestandteil davon. Das Workout hilft mir extrem, physische und mentale Stärke aufzubauen. Ich habe durch das Krafttraining einen starken Rücken und eine gute Haltung, was essentiell ist für lange Läufe. Da sackt man dann nicht irgendwann in sich zusammen. Und ich glaube fest daran, dass man den Marathon im Kopf läuft. Man muss bei einem Marathon auch die Schmerzen einkalkulieren. Spätestens ab Kilometer 25 oder 30 wird die Verlockung dann groß, aufzuhören. Und dann fest im Kopf zu sein, ist enorm wichtig! Ich habe durch das Training gelernt, auch mal in den Schmerz zu laufen. Dadurch habe ich meine Grenzen ein Stück verschieben können.

 

Vor allem in der aktuellen Phase ist mentale Stärke ja ein Riesenthema. Erzähl bitte mehr darüber: Was ist mentale Stärke für dich und inwiefern hilft dir das Training dabei?

Für mein Empfinden ist mentale Stärke, sich zu 100 Prozent auf etwas einlassen zu können. Seinen Fokus darauf zu richten und alle Stimmen, die sagen “Ja, aber”, “Mach mal Stopp”, “Ich brauche ‘ne Pause” usw. auszustellen. HIIT bei Urban Heroes war für mich das bislang Härteste, was ich an Trainings mitgemacht habe. Es ist ein Workout, an dem man sich irgendwie total festbeißen kann! Kein anderes Training, was ich gemacht habe, fordert so viel Fokus. Ohne den kommst du nicht durch diese 50 Minuten. Und ich glaube, wenn man regelmäßig so trainiert, dann schärft man seine mentale Stärke.

 

Hast du daraus auch eine Formel für dich gefunden, die dir im Alltag hilft?

Ja – die klappt zwar nicht immer gleich gut, aber ich arbeite daran – und zwar, mich für eine Sache zurzeit zu entscheiden und dann dort Vollgas zu geben – sprich: Ich entscheide, mich zu trainieren und fühle dann kein schlechtes Gewissen, dass ich deswegen nicht arbeiten oder mit meiner Tochter spielen kann. So zu denken, hilft mir, fokussiert zu sein bei dem, was ich gerade mache und keine Zerrissenheit zu spüren. 

 

Viele Menschen, die wirtschaftlich von der Corona-Krise betroffen sind, haben jetzt zwangsläufig viel freie Zeit. Welchen Tipp hast du, um diese Phase mit neuen Routinen zu bereichern? 

Ich gehöre auch dazu und versuche, darin das Positive zu sehen. Ich sage mir: ‘Okay, was kann ich aus dieser Zeit machen?’ Sie ist ja auch geschenkte Zeit, die wir wahrscheinlich in dieser Form nicht so schnell wieder bekommen werden. Ich habe begonnen, mich auf Dinge zu konzentrieren, die ich schon immer spannend fand, für die im Alltag aber die Zeit fehlte: Ich widme mich viel stärker Business-Themen, höre Podcasts und lasse mich inspirieren – beispielsweise von New Work und OMR. Dass ich die Zeit jetzt anders und für mich richtig nutzen kann, genieße ich auch! Kürzlich begleitete mich meine Tochter auf dem Fahrrad während ich meine Alsterrunde lief. Das war toll! 

 

 

Gemeinsam mit den Kindern Sport zu machen, ist ein super Tipp! Wie schaffst du es noch, deiner sportlichen Routine treu zu bleiben?


Ich bin ja normalerweise drei bis viermal die Woche bei euch im Hub. Genau das habe ich auch jetzt so beibehalten – nur, dass ich euch am Bildschirm sehe und bei mir zu Hause schwitze. Manchmal live, manchmal später auf IG TV. Das Workout ist aber gesetzt. Es gehört zu meinem Tag dazu wie das Zähneputzen. Meine Tochter kennt es nicht anders und feuert mich auch gerne beim Training an oder begleitet mich da, wo es möglich ist. 

 

Hast du ein paar Tipps, wie man sich zum HIIT @home Workout motivieren kann?

Willensstärke ist eine begrenzte Ressource. Ich glaube, dass jeder, der unbedingt will, dass Sport zu seinem Alltag dazugehört, aufhören muss, das Training jeden Tag neu zur Disposition zu stellen. Also:

1. Verhandle nicht mit dir. Stelle gar nicht zur Disposition, ob du das Workout machst. Lass den Kampf mit dir sein und mach einfach! Die Kapazitäten, die dann frei werden, kannst du für andere Sachen nutzen, für die du Willenskraft braucht. An Tagen, die extrem vollgepackt sind, setze ich mir einen Alarm und starte meinen Tag mit einem Workout früher als sonst. Ich kann jedem empfehlen, es auch so zu machen.

2. Ich habe noch nie erlebt, dass es mir nach einem Workout schlechter ging, als vorher. Man bereut nur das Workout, was man nicht gemacht hat. Klar fordert das Training auf der einen Seite viel Energie, auf der anderen aber setzt es auch sehr viel Energie frei! Dein Kopf ist danach gestärkt und du fühlst dich ein Stück wohler in deinem Körper. 

 

Wie schaffst du es auch zu Hause, die HIIT Workouts auf Superhero-Level durchzuziehen?

Du meinst, auch wenn keiner der Residents mit ‘ner Peitsche neben mir steht? 😉 Ich habe auf jeden Fall meine Hanteln am Start und ich gebe Vollgas! Ich denke mir: ‘Es sind nur 25 Minuten – in denen will ich mit mir kämpfen!’ Ich bin ein Riesenfan von Effizienz und mag deshalb kurze und intensive Einheiten! Ich denke, dafür steht Urban Heroes auch.

 

Was kannst du aus einer fordernden HIIT-Einheit aufs Leben und die jetzige Zeit übertragen?

Sowohl im Sport als auch im Leben zahlt sich Anstrengung aus. Beim HIIT Workout gibst du 50 Minuten alles, was du hast und der Reward ist groß: Du kommst raus und bist irgendwie glücklich und inspiriert von dir selbst, dass du es geschafft hast. Du bist befreit und voller Energie! Im Sport geht es – wie auch im Leben – manchmal echt hart zu. Das lässt sich auch auf die aktuelle Zeit anwenden: Es ist nicht immer alles gut und es gibt auch sehr schwierige Phasen. Ich glaube aber fest daran, dass im Anschluss etwas Gutes wartet! 

 

Welches Motto möchtest du abschließend mit allen Heroes da draußen teilen?

Die Spezifik der Reue ist, dass wir grundsätzlich die Dinge bereuen, die wir im Leben nicht getan haben, als die Dinge, die wir gemacht haben. Das ist mein Leitmotto. Also, einfach mal machen – es könnte ja gut werden!

 

WORD, HERO. GLAD TO HAVE YOU WITH US!