BEAT THAT DAD BOD: MEET MARCUS RENZLER!

 

Keine Frage: Um als Eltern in Shape zu sein, braucht es Energie, Hingabe und Disziplin. Genau das und mehr brauchen auch Familie und Job! Wie können Eltern das meistern? Wir haben einen gefragt, der sich auskennt: Marcus Renzler ist zweifacher Vater, arbeitet Vollzeit und trainiert seit 2016 bei uns im Hub. Wie hat ihn das Training verändert? Was haben HIIT & seine Kinder gemeinsam? 😆 Und welche Tipps hat er für dich?

 

Marcus, was rätst du spontan Eltern, die fitter werden möchten?

 

Sich eine Sportart auszusuchen, die ihnen Spaß bringt und die sich auch zeitlich gut in ihren Tagesablauf integrieren lässt. Hast du sie erst gefunden, wirst du auch dran bleiben.

 

Für dich ist es schon seit mehr als zwei Jahren HIIT bei Urban Heroes. Was liebst du daran?

 

Es kommt einfach keine Langeweile auf! Es gibt immer wieder neue Variationen, immer wieder Steigerungen, immer wieder Muskelkater. Plus: Ich mag es, meine Limits anzutesten! Die Energie auszureizen, die mir zur Verfügung steht.

 

 

Wie hast du es denn geschafft, deine HIIT-Workouts in deinen Alltag zu integrieren?

 

Wir haben uns zu Hause so organisiert, dass wir zusammen in den Tag starten und den Abend für uns haben, deswegen trainiere ich gern mitten am Tag. Die Xpress Classes sind perfekt dafür. Ich unterbreche für eine Stunde meine Arbeit, gehe ins Workout, dusche, nehme einen Shake und kehre zurück ins Büro.

 

Wie reagieren deine Kollegen darauf?

 

Zu Beginn, als ich noch mit einem hochroten Kopf zurück ins Büro kam, gab es viele Fragen: “Was hast du gemacht? Was ist das?”. Inzwischen hat sich meine Regenerationszeit stark verkürzt, man sieht es mir nicht mehr so sehr an. Jetzt ist es schön zu hören: “Hey, du bist schlanker geworden” oder “Du hast dickere Arme bekommen!”. Und ich freue mich natürlich immer, gemeinsam mit Kollegen zu trainieren!

 

Wie hat das Training deinen Körper genau verändert?

 

Ich habe relativ schnell eine gewisse Alltagsfitness gewonnen. Also, egal, was kommt: Ich habe das Gefühl, ich bin bereit. Der U-Bahn hinterherhechten, die Treppen hochsprinten, ohne danach komplett außer Atem zu sein. Der Tochter hinterherlaufen und sie grad noch abfangen, bevor sie vom Rad fällt. Stundenlang im Büro sitzen – ohne Schmerzen, dafür mit Haltung. Und obwohl es nicht mein Fokus war, habe ich abgenommen: Ich habe 6 kg verloren und bin definierter. Das Thema Bauchmuskeln zum Beispiel war für mich immer ein Thema der Zwanziger. Ich werde bald 39 und lasse Core Sessions nur selten aus. Der Effekt ist toll!

 

 

Was ist noch anders?

 

Mein Wettkampfgeist ist zurück! Zuletzt hatte ich dieses Gefühl mit 18, als ich noch Fußball gespielt habe. Dann lange Zeit nicht mehr – bis es dann bei Urban Heroes mit den Vorbereitungen auf die HYROX Challenge losging. Ich war voll im Competition Mode, war 2017 und 2018 in Hamburg und 2019 in Hannover mit dem Urban Heroes Team am Start. Mit dabei waren unter anderem Lars Matthiesen, Christine Wong und Mat Behrens. Seitdem bin ich bei allem dabei, was so kommt – ob Hindernisläufe, Hobby-Radrennen…

 

… oder Benefizläufe: Du bist vergangenes Wochenende 10 km gelaufen!

 

Ja, mit der ganzen Familie. Meine Frau und unsere Kinder liefen mit. Zusammen haben wir es auf 16,7 km gebracht!

 

Congrats! Und das, obwohl du sagst, du seist nie ‘der Läufer’ gewesen.

 

Das stimmt. Ich habe keine Läuferstatur und bin eher der Schnellkrafttyp. Aber ich habe gemerkt, dass sich das verschieben lässt. Früher habe ich möglicherweise falsch trainiert. Ich bin selten längere Strecken gelaufen und habe mich nie wirklich mit Sprints herausgefordert. Das hat sich geändert seit ich die Intervallläufe im Hub trainiere. Die Steigungsläufe und Sprints haben mir für den 10 km-Lauf enorm viel gebracht: Ich habe die Distanz vorher nicht trainiert. Ich bin sie quasi aus dem Stand gelaufen.

 

 

Wenn du heute an deine ersten Sprints im Hub zurückdenkst…

 

… dann waren das mit die schwersten Momente für mich. Vor gut zwei Jahren kam ich auf maximal 14 km/h für eine Minute. Danach war ich komplett bedient. Zu dem Zeitpunkt reichte noch nicht mal meine Vorstellungskraft, dass ich es mal auf 20 km/h schaffen würde!

Mittlerweile bringst du es sogar auf 24 km/h! Wie hast du dich so gesteigert?

 

Stück für Stück. Ich habe zum Beispiel ein Dreivierteljahr gezielt auf die 20 km/h hintrainiert. Jetzt schließe ich fast jedes Workout mit diesem Sprint ab. In der letzten Laufphase gehe ich sehr gern über meine Limits!

 

Wie wirkt sich diese Einstellung auf deinen Beruf aus?

 

Ich denke, die Competitions klingen in vielerlei Hinsicht nach. Das Gefühl, das ich nach einer HIIT-Einheit habe oder nach einem Wettkampf, lässt sich für mich gut auf den Job übertragen. Beispielsweise habe ich bei größeren Projekten die Gewissheit: ‘Ich schaffe das und werde es auch gut abschließen’. Zusätzlich habe ich bemerkt: Ich bin weniger zerstreut und viel fokussierter geworden. Ich bleibe bei der vorliegenden Teilaufgabe, schließe sie ab, widme mich der nächsten. Und wenn ich mal abschweife, kann ich mich ganz gut und schnell auch wieder zurückholen.

 

 

Welchen Effekt hat das Training auf deine Rolle als Vater?

 

Kinder sind auch eine Form von Competition. Und sie haben auch einiges mit einem HIIT-Workout gemeinsam. Zum Beispiel können sie deinen Puls in Nullkommanix auf 180 jagen! 😆 In solchen Momenten ist es wie auf dem Laufband. Du wirst den Sprint durchziehen, wenn du dich auf deine innere Kraft und Ruhe besinnst. Wenn du in deinen Körper spürst, atmest und dir bewusst machst: ‘Es ist grad echt hart und anstrengend, aber ich meistere die Situation. Gleich schalte ich um und kann runterkommen’. Diese Gewissheit hilft mir, mich als Vater auch an meinen Plan zu halten und nichts Unüberlegtes zu tun, wenn die Kinder besonders bockig sind.

 

Gibt es irgendein Workout, das du bereust?

 

Jedes, das ich skippen muss. Das kommt vor, wenn ich geschäftlich unterwegs bin oder –  wie dieses eine Mal – auf der Warteliste stehe! Es war Freitag, die Klasse war voll und es wurde auch kein Platz mehr frei. Dieses Gefühl, dann gehen zu müssen – das war, wie vorm guten Club an der Tür abzublitzen. Ich bin nach Hause und war nicht gut drauf. Meine Frau schickte mich gleich tags darauf direkt ins Hub.

 

Und das an einem Samstag – das ist sehr großzügig von deiner Frau!

 

Ja! Sie hätte mich in dem Zustand zu Hause nicht ertragen!  😆 🙇🏽‍♀

 

Welche persönlichen Erkenntnisse und Tipps möchtest du busy Eltern noch mitgeben?

 

  1. Setze deine Prioritäten. Ich habe früher gedacht: ‘Sollte ich nach X und Y abends noch Zeit haben, dann gehe ich zum Sport’. Und ich bin nicht zum Sport gegangen. Das war einfach falsch rum sortiert. Ich musste also meine Gesundheit ein Stück weiter nach oben setzen, um zu beginnen.
  2. Buche dir deine Sessions. Mir hilft es, das schon ein paar Tage im Voraus zu machen. Dann stehen sie im Kalender und sind somit Gesetz. Sie zu skippen, ist keine Option mehr – selbst an Tagen, an denen du vielleicht keine Lust hast.
  3. Schaffst du dir bewusst Zeitfenster, in denen es nur um dich und deine Gesundheit geht, kannst du auch vollen Einsatz für die Familie bringen.
  4. Bleib mindestens drei Sessions dran. Das ist mir besonders in Erinnerung geblieben: Den ersten Motivations-Boost habe ich nach der dritten HIIT-Session gehabt. Da kamen die ersten Effekte durch. Das hat mich überzeugt, weiter dranzubleiben. Also, probiere es aus, aber gib dir und deinem Körper auch etwas Zeit.

 

Was ist dein nächstes Ziel in Sachen HIITness?

 

Nächstes Jahr werde ich 40. Vielleicht habe ich mir das auch genau deswegen vorgenommen: Ich will so fit wie möglich in meine zweite Lebenshälfte starten! Ich will jetzt nochmal das Beste aus mir herausholen und sehen, wohin es mich bringt. Gerade, was meine vermeintliche Schwäche – das Laufen – angeht, bin ich noch nie zuvor so fit wie heute gewesen. Und das ist für mich auch der Beweis, dass es nie zu spät ist, anzufangen. Der beste Tag dafür ist heute!

 

IT’S NEVER TOO LATE TO START YOUR TRANSFORMATION, HERO!

 

AM 30. MAI IST VATERTAG! LET’S CELEBRATE FATHERHOOD LIKE HEROES!