Stärker, schneller, leichter in 4 Wochen!

Ausgerechnet um die Weihnachtszeit rum hat es unsere Superwoman Seyma auf knapp 3% weniger Körperfett und 3 cm weniger Hüftumfang gebracht! Wie hat sie das geschafft? Was ist alles neu und wie geht’s nach der Challenge für sie weiter? Grab those Super Hacks, Hero!

 

Seyma, du siehst gut aus!

Oh, Dankeschön!

 

…vor der Challenge aber auch schon. Warum wolltest du sie unbedingt machen?

Ich habe vorher viel Kraftsport gemacht und bin auch mal um die Alster gelaufen. Allerdings hatte ich null Struktur und keinen Plan beim Training. Teilweise habe ich falsch trainiert und mich fehlbelastet. Eine Weile war ich sogar mit Innenbandanriss verletzt. Ich habe mich durch diese und andere Vorkommnisse immer wieder rausreißen lassen und brauchte dann eine Weile, um wieder reinzukommen. Im letzten halben Jahr wurde mir aber bewusst: Will ich zu meinem Traumkörper finden, dann brauche ich professionelle Guidance.

 

Was gehört für dich zu einem Traumkörper dazu?

In erster Linie, dass er gesund ist. Und stark! Dann – das will ich auf keinen Fall leugnen – geht ein Traumkörper für mich mit einer schönen Figur einher. Ich will mich wohlfühlen in meiner Haut. Und ein toller Body sollte auch etwas aushalten können: Gute Kondition finde ich sehr wichtig!

 

Was hast Du in der Vergangenheit für deinen Traumkörper getan?

Was mein Gewicht anging alles mögliche – von Weight Watchers bis Kohlsuppendiäten. Und das ging auch relativ früh los. Der Sport spielte später erst eine Rolle. Ich war als Kind kräftiger als der Durchschnitt in der Schule. Das machte mir zu schaffen. Die Mädchen in meiner Klasse waren schlank und schmal. Ich hatte dagegen immer Probleme, Schnitte, die grade in Mode waren – zum Beispiel Schlaghosen – in meiner Größe zu finden.

 

Was hattest du für eine Idealvorstellung zu dieser Zeit?

Ich bin oben rum eher schmal, dafür an den Oberschenkeln, Po und Beinen kräftig. Das ist mein Body Type. Meine Idealvorstellung war entgegengesetzt: Ich wollte schmalere Oberschenkel, einen kleineren Hintern und – das will ich übrigens immer noch – hoch- und schmalgeschnittene Hüftjeans tragen können ohne, dass es zwickt!

 

Body Type – gut, dass du ihn erwähnst.

Ja, meinen Body Type zu erkennen und auch anzunehmen, das hat gedauert. Mein großes Glück war – allerdings Jahre später, als junge Erwachsene – dass Kurven in Mode kamen! Durch Stars wie Rihanna und Beyoncé. Sie haben mit dazu beigetragen, dass ich meinen Body Type mag und wertschätze.

 

Das ist die beste Voraussetzung! Welche Erwartungen hattest du aus dieser Warte heraus an die Hero Challenge?

Ich wollte durch HIIT gezielt überflüssiges Fett verbrennen – ich kenne ja meine Problemzonen und da halte ich auch die Lupe drauf! Ich wollte meinen Körper stärken und definieren. Zusätzlich sollte mir die Challenge aber auch helfen, keine Ausweichmanöver mehr zu fahren. Oder mich auf meinen Erfolgen auszuruhen. Das ist sonst typisch für mich.

Die Ansage in der Hero Challenge war: 14 Trainings in 4 Wochen. Begleitet würde das Ganze durch Resident Hero Kofi. Mir war klar: Stehe ich erst unter Beobachtung, dann werde ich auch performen. Zusätzlich wollte ich mir Expertenratschläge zu meiner Ernährung abgreifen – die war zugegeben nicht die beste – und auch Tipps zur richtigen Technik, zu Recovery, wie ich Übertraining vermeide und mehr Drive für mein Ziel entwick’le.

 

Und – bist du auf deine Kosten gekommen?

Mehr noch als das! 

 

Okay, starten wir mit deinen Ergebnissen:

Die sind interessant: Wir haben in vier Etappen gemessen. Mein Startgewicht war 64,8 kg, mein Körperfettanteil betrug 28,5%. Zwei Wochen später machte ich den Fehler und wog mich zu Hause. Ich hatte an Gewicht zugenommen – und das trotz des Trainings und der Ernährungsumstellung. Für mich war das eine Katastrophe, mein Lowlight während der Challenge.

Aber – was ich nicht wusste, was aber dann die Körperfettwaage zeigte: Mein Körperfettanteil war parallel gesunken. Auch war mein Bauch- und Hüftumfang geschrumpft. Zum Ende der Challenge maßen wir 63,2 kg, ca. 3% weniger Körperfett und 3 cm weniger Hüftumfang – ich bin von 91 auf 88 cm runter! Diese eine Jeans, die ich seit einem Jahr nicht anhatte, sitzt jetzt locker und bequem!

 

Wow, Look at you, Seyma!

 

Du sagtest, du wolltest mithilfe der Challenge auch dein Mindset neu ausrichten. Hat das geklappt?

Ja, da oben ist viel passiert: Ich habe gleich zu Beginn der Hero Challenge gemerkt: Ohne mentale Stärke komme ich nicht weit. Die Challenge zwang mich, 1. konstant zu trainieren und – das ist ganz wichtig für mich gewesen – 2. nicht aufzuhören, wenn ich Höchstleistungen erbracht habe. Meine Peaks liefen in der Vergangenheit immer so ab, dass ich mich nach Erreichen meiner Ziele darauf ausgeruht habe.

Durch die Challenge habe ich gelernt, noch einen draufzusetzen! Die Residents haben mir gezeigt, dass ich viel mehr kann. Auch ich habe mir durch die Challenge bewiesen, dass ich mehr Willpower, mehr Kraft und Durchhaltevermögen besitze, als ich mir selbst zugestanden habe. Das hat auch außerhalb vom Urban Heroes Hub funktioniert: Ich habe in der Weihnachtszeit zwei Umzüge gemacht und konnte so schwere Sachen schleppen wie nie zuvor!

 

Was ist dein wichtigstes Learning aus dieser Zeit?

Ich habe mich in der Vergangenheit gern geschont. Erst Recht, wenn ich ahnte, dass etwas schwer oder vielleicht schmerzhaft werden könnte. Noch bevor ich mir also absolut sicher sein konnte, dass es auch wirklich so ist, redete ich mir ein “Das ist zu schwer” oder “Mir geht es heute nicht so gut” – und versuchte es gar nicht erst.

Durch die Hero Challenge und auch die mentale Arbeit mit Resident Hero Kofi, habe ich gelernt, den “Schmerz zu begrüßen”: Mir ist klar geworden, dass Schmerz unweigerlich spürbar sein muss, wenn ich neue Trainingsreize setzen will. Das ist ein Fakt: Erst dann beginnt mein Körper ja, zu wachsen. Und mit ihm auch mein Mindset. Das ist ein Wechselspiel, bei dem richtig Dynamik entsteht!

 

Was war rückblickend gesehen richtig hart für dich?

Oh, einiges. Der Muskelkater, recht zu Beginn der Challenge, nach einer Arms & Core-Session bei Resident Hero Tabea. Ich konnte meine Arme tags drauf kaum heben. Auch die Schmerzen nach einer Core & Lower Back Session bei Kofi bleiben unvergessen.

Außerdem habe ich aufs Rauchen verzichtet, auf Zucker und Frittiertes – auf meine geliebten Süßkartoffelpommes und Döner! Meine Hero Challenge lief auch noch während der Weihnachtszeit, wo es überall Leckereien gab. Zuhause gluckte die Familie zusammen und schlemmte. Auf der Arbeit standen an jeder Ecke Süßigkeiten. Ich musste lernen, streng mit mir zu sein und sehr wählerisch. Hinzu kamen Dienstreisen, Hotelzimmer, in denen Süßes, Knabbereien und ‘ne Bar auf dich warten, wenn du abgekämpft ankommst. Es gab wirklich genügend Herausforderungen für mich.

 

Was hat dir in solchen Situationen geholfen, nicht einzuknicken?

Ein Spruch: “Don’t sacrifice what you want most for what you want now”. Der hat funktioniert. Ich wusste, wenn ich mir jetzt die Kekse, die Schokolade – egal was – reinziehe, dann werde ich mich hinterher schlecht fühlen und ärgern. Hätte ich dann noch weniger beim Training gegeben, wusste ich: Ich würde alles auf meinen Fail zurückführen! Und auf genau das Gefühl hatte ich keinen Bock. Also ließ ich es bleiben.


Worauf verzichtest du heute ganz bewusst und was steht stattdessen auf deinem Speiseplan?

Ich lasse Convenient Food und Frittiertes weg, esse weniger Fleisch und Kohlenhydrate. Gerichte wie Ramen habe ich beispielsweise fast täglich gegessen – eine asiatische Suppe mit vielen Nudeln. Jetzt sind Gemüse und Räuchertofu mein Elixier. Ich habe sie immer im Kühlschrank. Mein neues Lieblingsrezept: Quinoa mit Räuchertofu und Linsen – habe ich selbst beim Experimentieren für mich entdeckt und finde es total lecker! Es gibt so viele gesunde und leckere Alternativen – auch beim Backen, zum Beispiel Muffins aus Kichererbsen. Ich nehme mir gerne dafür Zeit und bin auch noch richtig erfinderisch geworden!

 

Welchen spürbaren Effekt haben all’ diese neuen Ernährungsgewohnheiten?

Ich habe automatisch viel weniger Appetit auf Süßigkeiten und Frittiertes: Statt nach einer Portion Pommes oder einem Softdrink crave ich jetzt nach frischem Obst und stillem Wasser! Auf der Arbeit bin ich nicht mehr so schnell schlapp wie sonst, und durch die angepasste Ernährung habe ich auch nach dem Mittagessen keine Tiefs mehr. Mir hilft die Ernährungsumstellung auch mental: Beim Workout, sage ich mir: “Ich habe keinen Grund zu schwächeln. Ich habe meinem Körper den richtigen Treibstoff gegeben, um abzuliefern!” Das wirkt – zwar nicht immer – aber wesentlich besser als sonst.

 

Welche Effekte hatte das Training on top?

Ich habe mehr Power: Kettlebell Swings mit 12 kg und einminütige Sprints auf 16 km/h! Außerdem verstehe ich meinen Körper jetzt besser, ich regeneriere auch schneller, fühle mich vitaler, aktiver und wacher! Ich schlafe viel besser und bin ausgeruhter. Side Effect: Meine Augenringe sind weg und meine Haut strahlt! Mit dem Training habe ich außerdem eine Glücksquelle für mich gefunden: Zeit und Raum für mich und meine persönliche Entwicklung.

 

Wie geht es jetzt nach der Challenge weiter? Wie bleibst du dran?

Dadurch, dass ich allen von der Challenge erzählt habe – Familie, Freunden, Kollegen – und sie auch aktiv auf IG dokumentiert habe, kommt immer viel Support und Nachfragen aus der Urban Heroes Community, wie es denn so läuft. Ich habe tolle Menschen im Hub kennengelernt und trainiere oft mit ihnen zusammen. Das pusht! Ich habe in einen richtigen Drive reingefunden: Für mich ist also nach der Challenge ganz klar vor der Challenge!

 

YEAH HERO! WE LOVE TO TRAIN WITH YOU!